Bi Ba Baselitz oder: Die FAZ als Trittbrettfahrer

Georg Baselitz gestaltet »Die Welt«. So weit so gut. Namedropping funktioniert und das Engagement des bekannten Künstlers dürfte dem Axel-Springer-Verlag die gewünschte Aufmerksamkeit verschafft haben. Was aber ist in den Konkurrenten »Frankfurter Allgemeine Zeitung« gefahren?



Georg Baselitz gestaltet »Die Welt«. So weit so gut. Namedropping funktioniert und das Engagement des bekannten Künstlers dürfte dem Axel-Springer-Verlag die gewünschte Aufmerksamkeit verschafft haben. Was aber ist in den Konkurrenten »Frankfurter Allgemeine Zeitung« gefahren?

Die Marketingverantwortlichen des Titels versuchen offensichtlich, den Trumpf der »Welt« zu ihrem eigenen zu machen und schalten eine Anzeige, die sie vor fünf Jahren zusammen mit Georg Baselitz realisiert hatten. »Wir gratulieren der Welt zur Sonderausgabe mit dem FAZ-Leser Georg Baselitz« heißt es sinngemäß in einer Pressemitteilung. »Der Maler der Welt liest die FAZ« steht darunter. Hat eine Tageszeitung vom Kaliber der »Frankfurter Allgemeinen« derartige Seitenhiebe wirklich nötig? Wir finden: Nein. Klar, die Ware Aufmerksamkeit ist ein teures Gut (PAGE 10.2010) und die Tatsache, dass die Anzeige aktuell in der »Welt« selbst erscheint, zeigt, dass Springer die Aktion als Ironie versteht – die ihm auch noch Anzeigengelder in die Kasse spült. Der »FAZ« allerdings hätte es viel besser gestanden, wenn sie ihrem tatsächlich großartigen Baselitz-Motiv von 2005 die Ehre gelassen hätte, die ihm gebürt und es nicht stattdessen in die missklingende Werbetrommel geworfen hätte.

Immerhin ist die Kreation Teil einer der besten Kommunikationskampagnen der vergangenen zwei Jahrzehnte. Wenn Sie sich davon überzeugen wollen, gehen Sie in unsere Galerie.


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