THINK LINE 2

20111118 - 20120114

Galerie [DAM] Berlin/Cologne
Ausstellung
www.dam.org

 
Gespannte Fäden, eine großflächige Wandgestaltung, filigrane Zeichnungen – Galerie [DAM] Berlin lädt ein, sich in der Ausstellung Think Line 2 auf eine erweiterte Form des Zeichnens mittels eines Algorithmus einzulassen.



Gespannte Fäden, eine großflächige Wandgestaltung, filigrane Zeichnungen – Galerie [DAM] Berlin lädt ein, sich in der Ausstellung Think Line 2 auf eine erweiterte Form des Zeichnens mittels eines Algorithmus einzulassen.


Von großformatigen bis zu kleinen Arbeiten sind Werke aus einem Spektrum von 40 Jahren Medienkunst zu sehen. Einigen Arbeiten ist das niedergeschriebene Konzept des Künstlers über das jeweilige Werk zur Seite gestellt. Es ermöglicht dem Betrachter, Bezüge und unterschiedliche Umsetzungsmöglichkeiten nachzuvollziehen.

Vera Molnar greift in der Installation Rechteckweg eine Idee, einen Algorithmus, aus dem Jahr 1997 auf und führt diese Arbeit erstmals als 3 x 3 m große Installation aus einem Wollfaden aus. Rechteckweg folgt den Gesetzen konkreter Kunst, öffnet aber das strenge Konzept durch die Wahl eines organischen Materials.” A line is a dot that went for a walk” (Paul Klee) – nachdem der Faden seinen langen geometrischen Weg zurückgelegt hat, bleibt sein Ende weich und formlos auf dem Boden liegen.

Casey Reas zeigt eine ca. 4 x 3 m große Wandgestaltung, die auf der Serie Tissue basiert. Diese Serie ist eine ursprünglich interaktive Software aus dem Jahr 2002, bei der der Betrachter durch Setzen von Punkten auf einem Bildschirm die Bewegung der Linien beeinflussen kann. Die Linien zeichnen feine Gebilde auf Basis der Bewegung von tausenden, synthetischen neuralen Systemen.

Manfred Mohr stellt in der Ausstellung 3 kleine Plotterzeichnung aus den frühen 1970er Jahren aus, die noch vor seiner Beschäftigung mit dem Würfel entstanden. Die Arbeiten sind erstmalig weltweit zu sehen.

Hans Dehlinger zeigt neue große Plotterzeichnungen aus der Serie der “unscharfen” Bilder, in denen sich durch überlappende Strukturen aus feinen Linien für das menschliche Auge ein irritierender Eindruck von Unschärfe einstellt.

Die Papierarbeiten von Mark Wilson sind aus feinen geometrischen Strukturen aufgebaut, die sich vielschichtig überlagern. Dadurch entsteht ein dichter Formteppich, den Wilson in leuchtenden kontrastreichen Farben gestaltet. In der Ausstellung werden neue Arbeiten von ihm gezeigt sowie ein ca. 2 m langes Bild, das in diesem Sommer in der Ausstellung Ornamental Structures in der Stadtgalerie Saarbrücken zu sehen gewesen ist.

Seven Sisters – The Pleiades ist eine Serie von 7 farbigen Plotterzeichnungen, die Roman Verostko, inspiriert von den Plejaden im Sternzeichen des Stiers, in seinem typischen fernöstlich anmutenden Stil angefertigt hat. Er benutzt Blattgold oberhalb der Plotterzeichnung um die Natur eines strahlenden Sterns zu betonen. Aus dieser Familie von sieben ähnlichen »Schwester-Formen« werden in der Ausstellung 2 Arbeiten zu sehen sein.

Ebenfalls durch die fernöstlichen Meister inspiriert sind die filigranen Plotterzeichnungen von Jean-Pierre Hébert. Seine typischen abstrakten, dichten Strukturen finden zwar in der Natur ihren Ursprung, aber auch sie sind das Resultat eines klar definierten Konzeptes.

Frieder Nake, der als einer der Vorreiter diese Kunstform schon 1965 zusammen mit Georg Nees ausstellte, ist mit einigen seiner ersten Arbeiten vertreten.

(Bild oben: © Casey Reas, Tissue B, 2011, mural, courtesy [DAM] Berlin)


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