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DIY im Museum: Wie Plakate plakativ werden

Im Museum für Kunst und Gewerbe werden gerade in einer großangelegten Schau Plakate aus 200 Jahren gezeigt – und eine DIY-Station von Klass Büro für Gestaltung.

Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe kann man gerade durch 200 Jahre Geschichte flanieren. Vorbei an fast 400 Plakaten aus der Bestand des Hauses, die chronologisch durch die Zeit führen – und sie veranschaulichen.

In Propaganda-, Werbe-, Kunst- und Kulturplakaten aus verschiedensten Ländern und Epochen, darunter Arbeiten von Toulouse-Lautrec oder Alfons Mucha, Kriegs- und Revolutions-Plakaten, poppigem Woodstock, einem raren Hamlet-Poster der Beggarstaff Brothers oder Dada-Collage-Kunst.

Den Abschluss schließlich bilden die Kampagnen des legendären Benetton Artdirektors und Fotografen Oliviero Toscani und handgemachte Siebdruck-Arbeiten aus der Subkultur. Schließlich gehört die Plakatsammlung zu den fünf besten der Welt.

Wie schafft man Plakatives?

Anschließend kann man dann selbst Hand anlegen: An einer DIY-Station »Geh Stempeln!«, die Klass — Büro für Gestaltung entwickelt hat. Was braucht man, damit jeder Besucher die Möglichkeit hat, etwas Plakatives zu schaffen? Das war die Frage, die sich den Designerinnen stellte. Und sie besannen sich auf sehr reduzierte Gestaltungsmittel: auf schlichte, rechteckige Stempel in verschiedenen Größen und zwei Farben.

Die Auswahl führt dazu, dass die Besucher sich auf die Umsetzung einzelner Worte oder Formen und auf die Aussage ihres Plakats konzentrieren müssen. Gleichzeitig aber bieten die Stempel und Farben unendliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Beste Plakate und Workshops

Dass die Station ein Erfolg ist, zeigen die zahlreichen Plakate, die bereits entstanden sind. Ausgesuchte werden gesammelt. Gleichzeitig finden – neben dem großen Rahmenprogramm der Schau – zudem monatlich Plakat-Workshops von Klass – Büro für Gestaltung statt. Der erste Workshop zu »Typografie« ist am 19. März, weitere Termine zu Aspekten der Plakatgestaltung wie Protest, Ornament & Muster oder LAUTmalerEI sind hier zu finden.

Die Plakate, die im Rahmen der Ausstellung »Das Plakat« entstanden sind:

 

 

 

Stempelstation:

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