Kultur digital

Dieser Textband ist schon wegen seiner wunderbaren Gestaltung durch Gregor Huber, Ivan Sterzinger und Martin Andereggen zu empfehlen – Schweizer Buchdesign eben wie man es hierzulande leider viel zu selten findet



Dieser Textband ist schon wegen seiner wunderbaren Gestaltung durch Gregor Huber, Ivan Sterzinger und Martin Andereggen zu empfehlen – Schweizer Buchdesign eben wie man es hierzulande leider viel zu selten findet.

Was in Deutschland gleichfalls fehlt, ist ein engagierter Konzern wie Migros, der mit seinem »Kulturprozent« auch Publikatio­nen wie diese ermöglicht. In gut dreißig Essays werden die Auswirkungen der digitalen Revolution auf Bereiche der Kultur beleuchtet. Es geht um so Grundsätzliches wie das Quasi-Monopol von Akteuren wie Apple, Facebook oder Google oder die Frage nach den Urheberrechten im Zeitalter von WikiLeaks und Copy & Paste. Und es wird knapp, aber tiefschürfend die Digitalisierung einzelner Bereiche wie Wissenschaft, Lite­ratur, Kino, Theater, Design, Tanz und Performance, Pop und Klassik analysiert. Ein guter Anlass einmal innezuhalten, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, weil man so tief im digitalen Detail steckt.

Dominik Landwehr, Veronika Sellier, Hedy Graber (Hrsg.): Kultur digital. Begriffe, Hintergründe, Beispiele.
Basel (Christoph Merian Verlag) 2011
384 Seiten
22 Euro.
isbn 978-3-85616-530-7

Seit der 2500 Jahre alten Tontafel sind Speichermedien immer kurzlebiger geworden


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