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Bachelorarbeit: Werkschau mal anders

Was tun, wenn Werkschauen nur digital stattfinden können? Einfach ein virtuelles 3D-Museum gestalten! Patrick Stillhart von der Hochschule Luzern macht es vor …

Wegen Corona wurden nicht nur Kurse und Seminare in die digitale Welt verlegt, auch Werk­schauen und Abschlussausstellungen müssen virtuell stattfinden. Bei seiner Bachelorarbeit im Studiengang Digital Idea­tion an Hochschule Luzern machte Patrick Stillhart aus der Not eine Tugend: Er entwickelte das DI Museum – einen dreidimensio­nalen digitalen Aus­stel­lungsraum für die Abschlussarbei­ten seiner Kommi­li­tonen, den man im Browser erkunden kann.

Dafür setzte Patrick Stillhart verschiedene Technologien ein und konn­­te vie­l von dem anwenden, was er sich im Studium an­geeignet hat­: die Java­Script-Frame­works Vue.js und Nuxt.js für die Programmierung der Website, WebGL und three.js für die 3D-Landschaft und GSAP für 3D-Animationen.

Doch das DI Museum ist nicht nur Ausstellungsfläche, sondern auch eine Plattform, die sich über das Back­end frei gestalten lässt. So war es Stillharts Mitstudierenden möglich, über das Content-Management-System eigene Projekte einzustellen und zu bearbeiten. Damit auch für sie die User Experience so angenehm wie möglich war, sammelte Patrick Stillhart in gemeinsamen Zoom-Sessions Feedback und Wünsche seiner Kommilitonen.

Genau diese Form der Kollaboration ist das Ziel des noch recht neuen, interdisziplinären Studiengangs Digital Ideation an der Hochschule Luzern, der Informa­tik und Design mit­einander verbindet. Während Still­­hart sich als Informatiker in seinem Studium auf Game und Web spezialisierte, arbeite­te er eng mit Designstudierenden anderer Ausrichtungen zusammen. Bei der Wahl seines Abschluss­pro­jekts war er aus­­­ge­spro­chen frei, da es kaum Re­feren­zen auf vor­herige Ab­sol­venten gab: »Wenn man verrückte Ideen hat und den Dozenten damit überzeugt, kann man sie umsetzen.«

Patrick Stillharts DI Museum zu erkunden macht, sobald man sich an die Cursor-Navigation gewöhnt hat, richtig Spaß. Daran haben natürlich auch die tollen Projekte der anderen Absolventen einen ent­scheidenden Anteil. Wir können den digitalen Museumsbesuch nur empfehlen!

Patrick Stillhart nutzte die Freiheiten, die er in dem noch neuen Studiengang Digital Ideation hatte, um eine von Grund auf neue 3D-Welt errichten

 

 

 

 

 

 

 

Der minimalistische Look der 3D-Umgebung sorgt dafür, die erforderliche Rechenleistung zu reduzieren, damit man das digitale Museum problemlos im Browser durchstöbern kann

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