Unscharfe Fotos und echte Menschen

Von 12. bis 19. August verwandelt sich eine ganze Mainzer Straße in eine Galerie – und in ein Spiel mit den Grenzen zwischen Realität und Abbildung.



Von 12. bis 19. August verwandelt sich eine ganze Mainzer Straße in eine Galerie – und in ein Spiel mit den Grenzen zwischen Realität und Abbildung.

Inhabergeführte Lädchen, die nicht bloß Filialen einer gesichtslosen Kette sind, gehören zu den Spezies, deren unaufhaltsames Aussterben wohl jeder von uns in seinem nächsten Umfeld beobachten kann. Marcel Meyer, Mediendesignstudent an der FH Mainz, hat ihnen ein – ebenso flüchtiges – Denkmal gesetzt. Ab dem 12. August zeigt er in der Mainzer Klarastraße, wo er auch selbst lebt, für eine Woche eine ungewöhnliche Ausstellung. In sämtlichen 22 Geschäften der Straße wird jeweils ein unscharfes Bild einer dort arbeitenden Person zu sehen sein, das gerade aufgrund seiner Unschärfe dazu einlädt, genauer hinzusehen: Schließlich ist auf dem Foto vielleicht der Mensch zu sehen, der einen gerade bedient.

In der Klarastraße 2 gibt es zudem einen temporären Ausstellungsraum mit weiteren Bildern, die die Personen neben ihren unscharfen Porträts zeigen. Unsere Bildergalerie gibt Einblicke in dieses Spiel mit Symmetrien von Fotos und Realität. Übrigens entstanden die Bilder auf analogem Weg, anknüpfend an die handwerkliche Tradition der Straße. Mehr Infos unter http://stonetree-world.tumblr.com. In einem kleinen Video erklärt Marcel Meyer die Hintergründe des Projekts. 


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