Überbleibsel eines Überwachungsstaats

Um die perverse Akribie der Stasi fotografisch zu dokumentieren, muss man wohl selbst exzessiv akribisch sein ...



 

Tatsächlich hat die Stasi-Unterlagenbehörde ganze 111 Regalkilometer Schriftgut zu verwalten – das ist weiter als von Hamburg nach Bremen. Die unfassbaren Ausmaße einer Bespitzelungsmaschinerie, die zum Selbstzweck wurde, versucht Andreas Rehmann im Fotoprojekt »Die Akte« sichtbar zu machen. In fünf Stasi-Archiven in Berlin und Magdeburg fotografierte Rehmann die Bestände systematisch aus der Zentralperspektive. Es entstanden rund tausend Einzelaufnahmen von Karteikästen, Aktentaschen oder Papiersäcken, aus denen er die fünf Motive seiner Fotoserie montierte. Die spektakulären Bilder sind nun in der Abschlussausstellung »52° 29’ N 13° 20’ O« des Lette-Vereins in Berlin zu sehen – man kann sicher sein, dass sie hier nicht zum letzten Mal ausgestellt werden und man von diesem vielversprechenden jungen Fotografen noch hören wird. Wir zeigen hier erstmal Ausschnitte, die ganzen Bilder weiter unten in der Bildergalerie. Unter http://www.lettefoto2012.de gibt es auch Einblicke in andere interessante Abschlußarbeiten der Lette-Schüler.  

Vernissage: Donnerstag, 31. Mai 2012, ab 19 Uhr

Finissage: Sonntag, 3. Juni 2012

Täglich von 14 bis 20 Uhr in den Berliner Uferhallen 


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