Lecker Mango

Ein höchst merkwürdiges Phänomen war Maos Mango-Manie. Jetzt gibt es ein an skurrilen Bildern reiches Buch darüber. 



Ein höchst merkwürdiges Phänomen war Maos Mango-Manie. Jetzt gibt es ein an skurrilen Bildern reiches Buch darüber. 

 

Die Meinungen über Mangos sind geteilt. Die einen bemängeln, das sich die reife Frucht kaum auf zivilisierte Weise essen lässt, andere betrachten sie als Gabe des Paradieses – ich zum Beispiel. Und Millionen Chinesen sind auf meiner Seite oder waren es zumindest. Das kam so: 1968 brachte der pakistanische Aussenminister Mao eine Kiste Mangos mit, die dieser umgehend an Arbeiter einer Propagandatruppe verteilen liess. Prompt wurden sie zum allgegenwärtigen Symbol für Maos Güte und Fürsorge. Die Mango-Manie brachte Bettbezüge mit Sonnenaufgang und Mangos, Anstecker mit Mao und Mangos und Mango-Nachbildungen in Glasvitrinen hervor. Letztere zu sehen auf dem Cover des Bildbands »Maos Mango« aus dem Züricher Verlag Scheidegger & Spiess, der all dies und noch viele andere skurrile Variationen aufs Thema Mango zeigt. 

MAOS MANGO. MASSENKULT DER KULTURREVOLUTION

Wie aus einer Frucht ein Symbol für Maos Güte und Fürsorge wurde. Ein erstaunliches Stück Geschichte der Kulturrevolution in China.

Herausgegeben von Alfreda Murck. Mit Beiträgen von Adam Y. Chau, Alonzo Emery, Daniel Leese, Alfreda Murck, Alexandra von Przychowski, Wang Xiaoping und Xiaowei Zheng

1. Auflage , 2013

Gebunden, 17 x 24 cm

248 Seiten, 152 farbige und 17 sw Abbildungen

ISBN 978-3-85881-367-1

In Zusammenarbeit mit dem Museum Rietberg, Zürich

Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich 


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