PAGE online

Vom Tool zum Teammitglied: Agentic AI im Kommen

Mehr Wertschöpfung, weniger Agent Washing! Der Umgang mit AI-Systemen soll professioneller werden und Kreativität fördern. Ob und wie das gelingt, kann man nicht vorhersehen. Aber neue KI-Trends im Blick zu haben, schadet nie.

Collaborative Agentic AI Grafik mit Mensch und Roboter

Künstliche Intelligenz wird weiterhin ein großes Thema sein in der Kreativbranche. Auch wenn einige Stimmen prognostizieren, dass die KI-Blase irgendwann platzen könnte – was auch immer das dann bedeuten mag –, die Tools werden bleiben. Und Kreative werden diese weiter nutzen.

Hilfreich ist es in jedem Fall, sich zwecks der KI-Trends auf dem Laufenden zu halten. Ein recht junges Schlagwort: Collaborative Agentic AI.

PAGE hatte in einem Beitrag zu den Predictions 2026 schon beschrieben, dass nun die Experimentierphase mit AI vorbei ist. Alles wird viel konkreter. Und hoffentlich auch professioneller! Es wäre doch besser, wenn uns nicht tagtäglich billig aussehende AI Slops im Netz begegnen.

Was bedeutet Collaborative Agentic AI?

Dies heißt, dass mehrere autonome, spezialisierte KI-Agenten interagieren und kommunizieren, um mehrstufige Probleme zu lösen, die die Fähigkeiten eines einzelnen Agenten übersteigen.

Laut eines Reports von Spitch gibt es einen Wendepunkt mit AI: Die Entwicklung geht von sprechenden zu partizipierenden KI-Systemen. KI wird demnach mehr teilhaben und so professioneller – immer mit menschlicher Kontrolle.

Mehrwert für die User und eine angemessene Risikokontrolle werden dabei wichtige Punkte sein. Denn Unklarheiten in Bezug auf KI waren und sind bisher ständig an der Tagesordnung. Man fragt sich oft, wo das alles hinführt, welche Tools unsere Arbeiten ersetzen oder wie sie diese verändern.

Hierzu hat der Report positive Impulse parat, denn angeblich soll das sogenannte Agent Washing bald ein Ende nehmen. Der Markt würde das zunehmend durchschauen. Human-in-the-loop wird zentraler. Trust-by-Design-Sicherheitsleitplanken sollen stärker eingebunden werden.

Governance by Design

In Bezug auf den EU AI Act ist außerdem »Governance by Design« essenziell. Das heißt, dass Ethik, Kontrolle und rechtliche Anforderungen schon bei der Entwicklung und Konzepterstellung von AI-Anwendungen mitgedacht werden müssen. Was am Ende dazu führen sollte, dass dann die User mit sauberen KI-Systemen interagieren.

Für die Design- und Developerszene bedeutet das eigentlich mehr Arbeit, denn hier gibt es zukünftig komplexere Anforderungen, die umgesetzt werden müssen.

Kreativität mit AI

Es gibt eine weitere Entwicklung zu beobachten, die sich aus Gesprächen in der Kreativbranche ergibt. Denn vor allem auf dem Freelancer:innen-Markt fällt es Kreativen schwer, beim Thema AI hinterherzukommen. Manche fühlen sich fast abgehängt. Die Lösung für einige ist es dann, sich passende Schulungen oder Workshops zu suchen. Und/oder sich intensiver mit anderen auszutauschen.

Es gibt zum Beispiel aktuell vermehrt spezifische Schulungen für Kreative, die den Fokus auf Professionalität und Kreativität legen. Also da ansetzen, wo menschliche Kreativität gefordert ist. Und eben nicht dort ansetzen, Aufgaben leichter oder schneller zu machen.

Auch wenn sich der Umgang mit AI professionalisiert, dürfte es dennoch weiterhin viele geben, die unsinnige »Kreationen« und leider auch Deepfakes ins Netz blasen.

Produkt: Download PAGE - Künstliche Intelligenz im Designprozess - kostenlos
Download PAGE - Künstliche Intelligenz im Designprozess - kostenlos
Intelligente Rechenroutinen in Design und Development

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren