Porträt: Stefanie Vogl #page303030

Ihre Faszination für den Kontrollverlust entdeckte Stefanie Vogl bei einem freien Projekt während ihres Kommunikationsdesignstudiums …



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Stefanie Vogl
Kommunikationsdesignerin
Jahrgang 1990
Berlin
http://omfd-official.com/


Kontrollverlust. Der Moment, wenn das Leben einen Menschen aus den Fugen gerät, begegnet uns immer wieder in den Arbeiten von Stefanie Vogl. Dieses Gefühl übersetzt sie in Illustrationen, symbolische Skulpturen und abstrakte Grafiken wie das intensiv flirrende »The End«.

»In meiner Generation gibt es viele, die nicht nur gute Gestaltung machen, sondern mit ihrer Arbeit auch etwas bewegen wollen«

Ihre Faszination für den Kontrollverlust entdeckt Stefanie Vogl bei einem freien Projekt während ihres Kommunikationsdesignstudiums an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Rund 56 Stunden begleitet sie eine psychisch Erkrankte durch ihren Alltag in einem Aussteigerdorf nahe Leipzig: »Sie machte auf mich eigentlich einen relativ normalen Eindruck. Frühpension, Lehrerin. Hyperaktiv. Es waren ihre Nachbarn, die eher verstörend wirkten. Aber was ist überhaupt ›normal‹?« Ihre Erfahrungen hält Vogl in einem Tagebuch fest – untermalt von somnambulen Bildern, beklemmend und schön zugleich.

Dass sie kreativ arbeiten möchte, weiß Stefanie Vogl schon früh. Denn ihre Kindheit ist stark geprägt von Kunst und Menschen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben: »Ein Großvater war Tischler, der andere produzierte Gussbilder aus Metall. Meine Oma mütterlicherseits malte Aquarelle und träumte in ihrer Jugend selbst davon, auf eine Kunstschule zu gehen.« Sie alle haben sie auf ihrem Weg unterstützt.

Heute arbeitet Vogl von Berlin aus als freie Gestalterin unter anderem für die Möbelbauer und Objekteinrichter Friedrich Jahn und die Band Newmen. Was ist ihr in ihrer Arbeit wichtig? Anecken, auch einmal richtig danebenliegen, anstatt immer dasselbe zu machen, um Neues zu entdecken, seine Kreativität zu leben.

»Mein Traum ist es, ein Kollektiv mit Freunden zu gründen, Workshops mit Studenten zu veranstalten und genug Zeit für freie Projekte zu haben.«

 

 


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#PAGE 30/30/30: Gemeinsam mit großen Gestalterpersönlichkeiten haben wir uns mit Boris Brumnjak auf die Suche nach 30 spannenden Talenten unter 30 gemacht und sie eingeladen, mit uns den Dreißigsten zu feiern. Dieses »PAGE 30/30/30«-Artwork und 29 weitere Gratulationsbeiträge gibt’s in dem von Gallery Print raffiniert per Kaltfolienprägung veredelten Booklet, welches unserer Jubiläumsausgabe PAGE 11.2016 beiliegt. Am besten bestellen Sie sich gleich die Print-Ausgabe (nur solange Vorrat reicht!).

 




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