Design für Brandenburg

Die Jury des Designpreises für Brandenburg hat entschieden: Der Hauptgewinn in der Kategorie Kommunikationsdesign geht an das buerobeyrow. Das Berliner Designstudio erntete die Lorbeeren mit einem Ausstellungsdesign für die Kulturkirche Luckau in der Niederlausitz.





Die Jury des Designpreises für Brandenburg hat entschieden: Der Hauptgewinn in der Kategorie Kommunikationsdesign geht an das buerobeyrow. Das Berliner Designstudio erntete die Lorbeeren mit einem Ausstellungsdesign für die Kulturkirche Luckau in der Niederlausitz.


Die Begründung für den Preis liegt vor allem darin, dass buerobeyrow das Gotteshaus zu einer Begegnungsstätte gemacht hat. Im Gebäude finden sich eine Bilbliothek, verschiedene Ausstellungen sowie Räume für Vereinsarbeit unterschiedlichster Art. Neben dem Ausstellungsdesign zeichnet buerobeyrow für das Corporate Design und den Katalog der Kulturkirche Luckau verantwortlich.

Über einen zweiten Preis in der Sparte Kommunikationsdesign dürfen sich gleich zwei Einreicher freuen. Aus den gut 80 ins Rennen geschickten Arbeiten pickte die Jury zum einen das Corporate Design der JVA-Werkstätten des Landes Brandenburg heraus (siehe unten). »Ernsthaft und dennoch humorvoll präsentieren diese sich mit einem Erscheinungsbild, welches durch neutrale Fotografie, zurückhaltende, fast einfache Gestaltung die Produkte in das Zentrum rückt«, so die Erklärung der Jury. Das Lob gilt dem Designer Andreas Brietzke. Ebenfalls auf die zweite Stufe des Treppchen darf sich TOMCOM Konzept und Gestaltung stellen. Das Potsdamer Büro punktete mit dem Prototyp für eine Unicef-Plakatkampagne anlässlich »20 Jahre Kinderrechte« (siehe oben). Zu sehen sind teils fragwürdige Motive, auf denen die eine vermeintlich heile Kinderwelt zerstört wird – im hier abgebildeten Fall durch Pusteblumensamen in Form von Hakenkreuzen. Die Jury jedenfalls findet diese Bildsprache emotional.

Neben den drei Kommunikationsdesigngewinnern wurden auf der gestrigen Preisverleihung zwei Gestalter aus der Disziplin Industrie- und Produktsdesign Hambach + Rühle, Diabetikermonitoring und Mawa Design, Fernglas Wittenberg) sowie zwei Junioren (Stephan Müller, Dialysegerät und Steffen Bank, Mountainbike) geehrt. Zudem gab es erstmals einen Sonderpreis im Bereich Handwerk. Dieser geht an die Zimmerei Brümmerstädt für ihr Geländer einer Holztreppe.

Das Motto des Wettbewerbs lautete in diesem Jahr »Design stärken – Trend setzen« – offenbar ein Ansatz den auch andere Regionen derzeit verfolgen und dem es darum geht, die enge Verbindung von Design und Wirtschaft zu betonen und damit den Standort zu stärken. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Titelgeschichte »Kreativstandorte« unserer Printausgabe PAGE 06.2010. Eine Galerie mit allen Einreichungen des Deisgnpreis Brandburg finden Sie hier.


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