Gespiegelt, gebrochen, gezerrt …

Doppelt sehen: Typografische Lichtexperimente von Polina Joffe.



So kunstvoll die Ergebnisse aussehen, so fest ist der Ansatz der Arbeiten von Polina Joffe im Alltag verhaftet. Die Londoner Grafikdesignerin, die jüngst einen Abschluss in zeitgenössischer Typografie am London College of Communication machte, hat Licht zum Material ihrer Typografie Experimente gemacht.

Ein langgezogenes E entsteht, indem ein Holzblock auf einem spiegelndem Untergrund positioniert wird, für das O liegt einer flach darauf.

Darüber hinaus hat sie Licht durch Prismen, Plastik und Glas gebrochen und so nach typografischen Formen geforscht, die so flüchtig wie interessant sind und sich an der Grenze zur Abstraktion befinden.

Die Arbeit Joffes ist immer streng konzeptionell. Sie hat eine Zeitung gestaltet, die sich um das Verhältnis von Linie und Punkt dreht, Kafkas Werk in eine Buchgestaltung übersetzt und augenzwinkernd den Konstruktivismus gehuldigt.


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