Aram Bartholl: Kunstaktion und Code

Aram Bartholls gesammelte Internet-Schelmereien waren in der Berliner Galerie [DAM]Berlin zu sehen.



Aram Bartholl, How to vacuum form, 2012, Installation + Video, Courtesy [DAM] Berlin


Aram Bartholls gesammelte Internet-Schelmereien waren in der Berliner Galerie [DAM]Berlin zu sehen.

Dieses Wochenende endet die Soloausstellung »Reply All« von Medienkünstler Aram Bartholl in der Berliner Galerie [DAM]Berlin. Bekannt wurde der Medienkünstler durch seine schelmischen Arbeiten, die aktuelle Entwicklungen aus der Welt des Internets kommentieren. So etwa, als er anlässlich des Medienfestivals Transmediale 2010 als Teil der subversiven Kunst-und-Coder-Truppe F.A.T. Lap das Google Street View Car als Attrappe nachbaut und damit durch Berlin braust (siehe WEAVE 04.2010).

In der Ausstellung »Reply All« sind einige seiner ironischen Höhepunkte zu sehen: QR-Code Gemälde, fein säuberlich mit dickem Edding nachgezeichnet. Der 3-D-Druck einer originalgetreuen Nachbildung des Spielfeld des Ego Shooters Counter Stricke. Die LED-Tafeln, die sonst in den Fenstern von Tabakläden blinken und bescheinigen, das geöffnet ist, stammen aus seiner Ausstellung, für die er einfach ein Internet-Café für ein paar Stunden übernahm. Ein besonders schönes Exponat ist eine Plastikmaske mit dem Gesicht von Guy Fawkes als Teil der Installation und Lehrvideo »How to vacuum«: Besucher konnten auf einem Werktisch die Maske des britischen Attentäters in bester DIY-Manier nachbasteln. Dieser gelangte zuletzt wieder durch die #Occupy- und #Anti-Acta-Bewegungen zu Popularität.

Aram Bartholl, Open internet, 2012, Skulptur + Video, Auflage: 3 + 1 AP, Courtesy [DAM] Berlin


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