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Smart, verspielt, inklusiv: Das ist ein etwas anderes Leitsystem

Das Software-Unternehmen Contentful hat Kunden wie Siemens, N26 und Zalando – und in seinem Berliner Headquarter jetzt ein Leitsystem samt Grafiken, das von der Designagentur Startling Brands entwickelt wurde.

Von Berlin-Kreuzberg in die Welt hinaus: Mit 750 Angestellten aus 75 Nationen, Büros in Deutschland und den USA und mit Kunden wie Siemens, N26 oder Zalando, gehört Contentful mit seinen digitalen Management-Systemen zu den erfolgreichsten der Branche.

Entsprechend groß ist die Berliner Zentrale des Anbieters digitaler Management-Systeme, in der über 120 Räume auf mehrere Etagen verteilt sind.

Damit sich jeder dort gut und schnell zurecht findet und zu Hause fühlt, hat Contentful die Berliner Designagentur Startling Brands mit einem Leitsystem samt Interieur-Grafiken und Murals beauftragt.

Und die Kreativen entwickelten in Zusammenarbeit mit toitoitoi creative studio, das für das Raumkonzept verantwortlich ist, ein Leitsystem, das die Contentful Identity in den Raum bringt, das verspielte Logo des Unternehmens in Rot-Gelb-Blau zitiert – und erweiterte die Gestaltung mit Wandgrafiken und Murals. Und die sind so kunterbunt und mitreißend, dass man sich fast verlaufen möchte, um sie alle zu sehen.

Icons und Farbcodes zur Orientierung

Bunt und bold, ein wenig Fisher-Price-mäßig wie auch das farbenfrohe C als Wortlogo ist, weisen jetzt freundlich runde und auch lustige Piktogramme durch das Headquarter.

Farbcodiert nach verschiedenen Etagen und Bereichen, schieben sich Wolke und Mond und Wolke in leuchtendem Gelb und als Zeichen für einen Rückzugsraum in den Flur hinein, Toilettenpapierrollen, Drucker oder Telefonhörer.

Über dem Empfangsdesk baumeln Hashtag- und Ampersand-Zeichen, über dem IT-Helpdesk eine lustige typografische Dekonstruktion, die den Hassle bei Computerproblem visualisiert.

An Betonwände angebracht sind Etagen-Informationen im klassischen Rot-Gelb-Blau des Logos und finden sich Wegweiser in Braille-Schrift. Darüber hinaus weisen 3D-gedruckte Pfeile und Bodenmarkierungen den Weg.

Bunte Folien, verspieltes Naming

Weit entfernt von gängigen Tech-Designs, die häufig auf einen sleeken Style, auf den Blick in die Zukunft und auf dunkle Farben setzen, zeigen Starling Brands, dass es auch anders geht.

Einzig die Kroppen-Schrift im Stencil-Style, die das Leitsystem bestimmt, setzt einen leichten Techie-Ton.

Für die zahlreichen Glaswände in dem Gebäude hat Startling Brands Fensterfolien mit zwei verschiedenen Mustern gestaltet. An den Betonwänden hingegen finden sich großflächige Wandbilder.

Das Naming von Etagen und verschiedenen Bereichen zitiert Wissenschaftler, Ingenieure, Künstler und Autoren, aber auch bekannte Berliner Orte. Oder spielt auf die Geschichte von Contentful selbst an, das 2012 gegründet wurde und seither unaufhörlich expandiert.

Das Ritter Café erinnert an die Ritterstraße in Kreuzberg in der der Contentful früher saß, The Storage Room an den ursprünglichen Namen des Unternehmens.

Alle Fotos: Koy + Winkel, Startling Brands

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