Pinakothek.de im neuen Look

KMS Team frischt den Webauftritt der Bayerischen Gemäldesammlung auf.



»Ich bin sehr viel älter als Helene, meine zweite Frau. Sie gilt als das schönste Mädchen Flanderns – auch deshalb porträtiere ich sie häufig«, twitterte Rubens Anfang diesen Jahres. Rund 370 Jahre nach dem Tod des Altmeisters thematisierten diese Tweets noch einmal seine Liebe, seine Kunst und seinen Tod. Die Social-Media-Aktion hatte die Münchner Alten Pinakothek gestartet, um auf ihre aktuelle Rubens-Ausstellung aufmerksam zu machen und auch das jüngere Publikum für den Niederländer zu gewinnen.

Wie diese Aktion zeigt, arbeiten die Münchner Pinakotheken stark an einem zeitgemäßeren Ansprache ihrer Besucher. Es war also nur eine Frage der Zeit, dass neben dem Ausbau des Social Media-Einsatzes auch der Webauftritt der Museen der Bayerischen Gemäldesammlungen neu aufgesetzt wird. Und so präsentieren sich Alte Pinakothek, Neue Pinakothek, die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, das Museum Brandhorst und die Sammlung Schack im frischen Look auf pinakothek.de. Statt wie zuvor für jedes Museum eine Einzelwebsite anzubieten, faßt dieser Auftritt alle Marken auf einer Seite zusammen. Damit sollen die Häuser als zusammenhängendes Ganzes erkannt und ihr Angebot gleichzeitig leichter erschlossen werden.  

Beim Besuch der Website soll bereits auf der Startseite das Kunsterlebnis in den Münchner Pinakotheken spürbar werden. Aktuelle Themen und Ausstellungen werden über einen Header großformatig angeteasert und mit einem entsprechenden Hintergrundbild optisch unterstützt. Die Navigation ist sehr einfach und für jedes Museum einheitlich gehalten. Im oberen Bereich der Seite kann der User stets die einzelnen Auftritte der Häuser anwählen. Im unteren Bereich hat er verschiedene Informationsangebote, die sich erst vollständig öffnen, wenn er sie mit der Maus anwählt. 

Ein zentrales Feature von pinakothek.com ist ein virtueller Rundgang. Hiermit können sich die Besucher einen Überblick über die Ausstellungsräume verschaffen und gleichzeitig nachlesen, ob ein bestimmtes Gemälde vor Ort ist oder an ein anderes Museum verliehen wurde. Die Sammlungsgeschichte sowie Informationen zu den zentralen Werken und Künstlern können ebenfalls abgerufen werden. Zudem ist die von KMS Team gestaltete Website ist für mobile Endgeräte optimiert. Bei der Realisierung des Internetauftritts wurde die Agentur von den Web-Entwicklern von thenetexperts unterstützt.

Zusätzlich zur Website hat das KMS Team auch das Quartalsprogramm überarbeitet. Es ist ab sofort analog zur Website aufgebaut und informiert ebenfalls kompakt über Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen der Häuser.

 

PAGE hat Michael Keller, Managing Partner KMS TEAM, zum neuen Auftritt befragt:

 

Der Auftritt der Münchner Pinakotheken war mehr als nur eine Schönheitskur. Sie haben die Website konzeptionell komplett überarbeitet. Welches Ziel haben Sie dabei verfolgt?

Wir wollten einen Internetauftritt gestalten, der genau auf die sich verändernden Anforderungen und Bedürfnisse der Kunst- und Kulturinteressierten zugeschnitten ist und ihren unterschiedlichen Interessen gerecht wird. Die neue Website ist sowohl Informationszentrum und Plattform für die umfangreiche Präsentation der Kunstwerke als auch praktische Planungshilfe und benutzerfreundlicher Ratgeber für den nächsten Museumsbesuch.

 

Was bedeutet das konkret?

 

Der gemeinsame Internetauftritt lässt Besucher die Häuser der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen als Einheit wahrnehmen. Die Besucher können die Meisterwerke der einzelnen Museen nicht nur betrachten, sondern sich auch über Gemälde und Künstler informieren. Aktuelle Themen wie Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen werden auf der jeweiligen Einstiegseite der Häuser prominent präsentiert, so dass der Besucher schnell darüber im Bilde ist, wo das stattfindet, was ihn besonders interessiert.

 

Sie verbinden auf der Website Auftritte ganz unterschiedlicher Museen, wie haben Sie versucht, einen einheitlichen Look zu gewährleisten, dabei aber die unterschiedlichen Qualitäten der Museen hervorzuheben?

 

Von der Startseite der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen aus gelangt man zu den klar strukturierten Einzelauftritten der Häuser, die formal identisch aufgebaut sind. Es wird optisch sofort deutlich, dass sie zusammengehören. Das übergeordnete Orientierungsmodul zeigt an, welchen Einzelauftritt man gerade besucht. Der besondere Charakter jedes Museums wird durch die Präsentation der Kunstwerke deutlich, die bei den Auftritten der verschiedenen Häuser im Mittelpunkt stehen. Die fünf Museen unterscheiden sich also auch auf der Website deutlich durch ihre Inhalte. Das Zusammenspiel von großflächigen Bildern und Corporate Design verleiht dem Internetauftritt Prägnanz und macht ihn unverwechselbar.

 

Was macht für Sie zur Zeit State-of-the-Art-Webdesign aus?

 

State-of-the-Art-Webdesign berücksichtigt die neuesten mobilen Endgeräte, wie zum Beispiel das iPad und ist für diese optimiert. Die Zeit der Flash-Stand-Alone-Auftritte für Websites von Unternehmen ist vorbei. Flash hat im Kampagnen- bzw. Video-Umfeld noch Relevanz, für Internetauftritte wie dem der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ist der Einsatz von Flash aber allein schon aus Gründen der Barrierefreiheit keine Option.

 

Außerdem zeichnet sich State-of-the-Art-Webdesign in Zeiten der häufig generischen und austauschbaren Web 2.0-Erscheinungsbilder von Unternehmen mehr denn je durch Prägnanz und Klarheit aus. Es bindet bewusst nicht alle theoretisch verfügbaren Funktionen ein, sondern untersucht diese zunächst auf ihre markenstrategische Relevanz und integriert dann nur solche Funktionen, die zur Unternehmensmarke passen und ihr nützen.

 

 


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