Agenturporträt: Ghostarmy

PAGE gefällt …: Ghostarmy, die das Denken lieben, parametrische Typefaces entwerfen – aber auch schon mal eine Bollerwagen-Facebook-App.



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Name Ghostarmy

Location Berlin, Bonn, Den Haag, Hamburg

Web ghostarmy.de, nasdorowje.tumblr.com

Schwerpunkte Wir entwickeln Schriftarten, konzipieren Zeitschriften, erarbeiten Erscheinungsbilder und entwerfen Webseiten, programmieren Facebook-Anwendungen und sind fit im Umgang mit Video, Compositing und Animation.

Start Wir haben uns allesamt während unseres Studiums der Medienproduktion in Lemgo kennengelernt. Im Schoß der Hochschule haben wir gemeinsam initiativ die Erscheinungsbilder des hochschulinternen Radios und des Fernsehkanals umgestaltet, Plakate für das Deutsch Akademische Auslandsamt entworfen und unter anderem für Zoo Hannover gepitcht. Zu schätzen gelernt haben wir uns jedoch im »Kreativ Dings Bums«, einem von Toni Spyra und Alexander Roth begründeten runden Tisch für Kreative zum Austausch gestaltungsrelevanter Fragen. 2011 formierten wir uns erstmalig unter dem Namen Ghostarmy.

Strukturen Ghostarmy ist derzeit nicht eine juristische Person, sondern die Summe ihrer Mitglieder. Wir sind ein Konglomerat von Gestaltern, die jeweils wirtschaftlich und juristisch autark sind, jedoch nach Möglichkeit gemeinsam Projekte realisieren. Je nach erforderlicher Stärke wird ein Auftrag durch einen Teil des festen Teams beackert oder bei Bedarf mit befreundeten Freelancern verstärkt. Die Direktion jeweiliger Projekte übernimmt der auf dem Gebiet Kompetenteste. Undercuts, tief ausgeschnittene Shirts und Hochwasserhosen sind kein Kriterium.

Inspiration Wir halten es mit »Wer kreativ sein will, braucht Distanz« und lassen uns gerne auf Reisen mit allerlei Eindrücken berieseln. Diese Impressionen werden reflektiert und samt Bildauswahl sowie Anekdoten auf ein Plakat gebannt. Der so rekapitulierte flüchtige Eindruck wird zum nachhaltigen Abdruck, der uns über lange »Winter« hinweg nährt. Ein wenig profaner geht es dann am Stammtisch zu oder beim Stöbern in unseren mit Büchern und Zeitschriften (unter anderem alle Pages seit 10/1992) reichlich gefüllten Regalen.

Ideensuche Brainstorming hat sich für uns seit Studienzeiten nicht als dankbar erwiesen. Ein weißes Blatt Papier und ein B2-Bleistift sind uns lieber als gemaßregeltes Logorrhoe im Kollektiv. Wir lesen, recherchieren und analysieren, ehe die Gedanken als Destillat – vom Kopf durch den Arm in die Hand – in Form eines Striches auf dem Papier landen. Es ist wichtig für uns, dass sich jedermann zunächst beim Entwurf parallel austobt und als Advokat seine Idee im Austausch verteidigt, revidiert oder verwirft. Ziel ist stets die allmähliche Bündelung vorhandener Ansätze und die anschließende Konzentration auf lediglich eine Lösung.

Arbeitsweise Wie bereits erwähnt setzen wir viel Wert auf analoge Studien, jedoch nur da wo es sich anbietet. Nie aus reinem Selbstzweck Entwürfe lediglich zeichnerisch durchzudeklinieren. Jeder Lösung geht somit die Wahl des richtigen Werkzeugs voraus. Bei Bedarf programmieren wir auch unsere eigenen Werkzeuge, die dann ins Projekt einfließen und uns helfen Sachverhalte zu erarbeiten, zu systematisieren und zu visualisieren. Da das Programmieren per se eine Auseinandersetzung mit vorliegenden Modulen auf abstrakter und logischer Ebene ist, deutet die Entwicklung eines Werkzeugs oftmals auf eine Lösung hin.

Helden Es gibt wohl keine Grafikdesigner, die jemals der Erhöhung durch das Wort »Held« würdig wären. Schließlich wird unsere Profession oft als profanes Scharnier zwischen Industrie und Verbraucher verstanden; wir retten keine Kinder aus brennenden Häusern unterm Einsatz unseres Lebens. Vorbilder haben wir gewiss viele – Aicher, Gerstner, Spiekermann, Maeda – nur um einige aus demselben Berufsfeld zu nennen.
Inspirierend sind für uns vor allem Begegnungen mit befreundeten Grafikdesignern, die namenlos in den aus Rankings bekannten Knochenmühlen jeden Tag ihr Bestes geben und ungebrochen, allen Widrigkeiten zum Trotz, ihrem Beruf nachgehen.

Für wen sie einmal im Leben arbeiten möchten Uns reizt es Probleme zu lösen, weil wir denken lieben. Weniger wichtig ist, für wen wir das tun. Ausnahmen sind NASA, arte und die Republik Tajikistan – das wäre ein Traum! Darüber hinaus, hätten wir großes Vergnügen uns mal – unabhängig vom Namen – an Briefmarken, Bieretiketten, Geldscheinen, Computerspielen und am Set von Sci-Fi-Spielfilmen auszutoben.

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