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dm: Was der Healthcare-Coup für die Markenführung heißt

»dm-drogerie markt« passt sich dem Zeitgeist an und positioniert sich als Gesundheitsbegleiter. Damit macht das Unternehmen vor, wie konsequente Weiterentwicklung gelingt – und Marken sich dem Wandel glaubwürdig stellen.

Ein Mann im blauen Anzug und weißem Hemd steht auf einer Bühne hinter einem modernen Stehtisch und spricht mit erhobenen Händen gestikulierend zu einem Publikum. Im Hintergrund sind große Fensterflächen mit Blick auf moderne Architektur zu sehen.Bild: Dietmar Gust; HB HealthFür viele Kunden – und vor allem: Kundinnen – ist ein Einkauf bei dm ein echtes Erlebnis, das das Leben schöner macht. Regelmäßig landet der Händler in Rankings unter den besten Marken, etwa im aktuellen Kundenmonitor oder bei den »Marken des Jahres« von Yougov. Ende Januar haben die Verbraucher:innen die Drogeriekette für das Retail Performance Ranking von EY-Parthenon erneut zum beliebtesten Handelsunternehmen in Deutschland (und Österreich) gekürt. Dabei fragten die Forschenden nicht nur nach dem Gesamteindruck, die die Verbraucher:innen von dem Händler haben, sondern unter anderem auch nach dem Einkaufserlebnis – und nach dem Produktangebot.

Und das ist Ende 2025 um ein wichtiges Geschäftsfeld erweitert worden: Mit dem Start der Versand-Apotheke dm-med nutzt die Drogerie den wachsenden Healthcare-Trend für sich und schreitet in der Weiterentwicklung seiner Gesundheitskompetenz deutlich voran. Damit können die Kund:innen jetzt online sowie in der App rezeptfreie, apothekenpflichtige Produkte und apothekenexklusive Artikel bestellen – eine Neuausrichtung, die Healthcare vom Sortimentsbaustein zum strategischen Thema macht.

Eingangsbereich einer dm-med Versandapotheke mit großem Schriftzug über der Tür. Eine Person im gelben Mantel steht im geöffneten Eingang unter dem Schild „Lékárna“, während eine weitere Person in einer violetten Jacke über eine Rampe auf den Eingang zugeht. Die Fenster sind mit farbenfrohen, floralen Illustrationen gestaltet.Bild: dm

Lust auf Prävention – mit Leichtigkeit

Für Sebastian Bayer, dm-Geschäftsführer für das Ressort Marketing und Beschaffung, gehörte das zwar schon immer fest zum Markenkern dazu: »Wir verstehen ‚Health’ als Gesunderhaltung. Das ist seit jeher Markenkern von dm-drogerie markt und fester Bestandteil unserer Sortimentsstrategie.« Pharma, Mund-, Zahn- und Intimhygiene haben seit Jahren ihren Platz innerhalb der Kategorien, die neuen Gesundheitsleistungen sind jetzt der nächste logische Schritt. Die Suchanfragen von Kundinnen und Kunden auf Webseite und App nach Arzneimitteln seien bereits hoch gewesen, heißt es bei dm. Die Nachfrage ist da – und auch das Vertrauen in die Marke ist groß: Im aktuellen Reputation & Trust-Ranking landete dm auf dem ersten Platz, vor Miele, Bosch und Samsung.

Jetzt geht es darum, Gesundheit auch im Marketing zugänglich zu machen – und zwar so, wie es zur DNA der Marke passt: »Kommunikativ wollen wir so vorgehen, dass wir Lust auf Prävention und Gesundheitsvorsorge machen«, sagt Bayer. »Dafür braucht es eine Leichtigkeit, die bisherige Angebote am Markt nicht haben.« Und diese Leichtigkeit ist es, die die Kund:innen an ihrem Drogeriemarkt so schätzen und lieben: Healthcare ist kein Pflichtprogramm, sondern Lifestyle. Statt Krankheit geht es um Wellbeing, statt komplexer Medizin setzt dm auf eine niedrigschwellige Integration in den Alltag. Medikamente können gemeinsam mit Drogerieprodukten bestellt werden und landen im gleichen Paket mit Lippenstift und Conditioner. So bleibt die bekannte Drogeriemarkenkompetenz bestehen, gleichzeitig entsteht Glaubwürdigkeit im sensiblen Gesundheitsbereich.

Augenscreening bei dm

Health-Themen sollen den Kund:innen alltagsnah zugänglich gemacht werden, bereits seit August 2025 ist es in ausgewählten Märkten sogar möglich, Dienstleistungen für Prävention und Vorsorge wie Blutanalysen, Augenscreenings oder Hautanalysen durchführen lassen. Pilotprojekte, die auf dem Weg zum Gesundheitsbegleiter eine wichtige Rolle spielen und Kompetenz nach außen tragen.

Gesundheit wird bei der Drogeriemarktkette zum strategischen Asset, das zum gesellschaftlichen Wandel passt: »Wir erleben eine Phase großen Umbruchs. Unsere Gesellschaft altert, die steigende Nachfrage nach Gesundheit trifft auf eine kleiner werdende Ärzte- und Apothekerschaft«, sagte Sebastian Bayer auf der Handelsblatt Tagung »Health 2025«. Gesundheit ist ein Megatrend, der bleiben wird – damit steigt die Nachfrage, auch bei neuen Zielgruppen: »Die Nachfrage nach Produkten aus dem Gesundheitsbereich steigt sowohl in den dm-Märkten als auch online in allen Altersgruppen und Kategorien. Besonders bei jüngeren Zielgruppen ist eine Weiterentwicklung des Gesundheitsangebots von hoher Bedeutung«, stellt Bayer fest. Das neue Angebot, ist er überzeugt, »verbessert die Versorgungseffektivität und entlastet das Gesundheitssystem, ohne die notwendige ärztliche Betreuung für bereits Erkrankte zu beeinträchtigen.«

Last Call: Registration Deadline 27. Februar 2026

Und auch damit trifft die Marke einen Nerv: Denn Brands müssen heute zunehmend Verantwortung auch für gesellschaftliche Themen übernehmen anstatt nur zu verkaufen. Marken, so das Zukunftsinstitut, »werden zu konstruktiven Akteuren des gesellschaftlichen Wandels. Zu Transforming Brands.« Die Zeiten ändern sich – und dm macht vor, wie Marken diesen Wandel nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten können.

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