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Plamen Dejanoff: The Bronze House

Hafencity Hamburg
Ausstellung, Event

 
 
Ab 18. Juni 2011 realisiert der bulgarische Künstler Plamen Dejanoff (* 1970, lebt in Wien) die Bronzeskulptur »The Bronze House« im Außenraum.

Plamen Dejanoff, Model of the Bronze House, 2010?Courtesy Galerie Meyer Kainer, Vienna / Galerie Nicola von Senger, Zurich?Foto / photo: Nathan Murrell/MAK

Ab 18. Juni 2011 realisiert der bulgarische Künstler Plamen Dejanoff (* 1970, lebt in Wien) die Bronzeskulptur »The Bronze House« im Außenraum. Aus gegossenen Bronzemodulen von 95 x 65 x 10 cm setzt sich die Außenfassade des architektonischen Entwurfs zusammen. In Hamburg zeigt der Künstler nun etwa 150 Elemente, die einen offenen Pavillon mit einer Größe von 7,8 x 5,4 m und einer Höhe von 3,9 m ergeben.

Seit vielen Jahren plant und entwickelt Dejanoff »The Bronze House« für seine bulgarische Heimatstadt Veliko Tarnovo. In deren Zentrum hat Dejanoff eine Reihe von Baugrundstücken erworben, auf denen er Haus-Skulpturen aus Bronze aufstellen wird. Da diese in Einzelteilen und in Handarbeit aufwändig entstehen, wächst seit 2006 in verschiedenen Produktionsabschnitten und in Kooperation mit unterschiedlichen Ausstellungshäusern die erste von fünf geplanten Bauskulpturen mit einer Gesamtfläche von 600 qm. Insgesamt sind es etwa 4.000 Elemente, aus denen dieses »Bronze House« zusammengesetzt wird. Jedes Einzelteil ist aus Bronze gefertigt: Türen, Fassadenelemente, Boden- und Wandteile ebenso wie die Treppenstufen und die Verbindungsstücke, die das ganze Gebilde zusammenhalten. Jede dieser letztlich fünf begehbaren Skulpturen soll unterschiedliche Funktionen erfüllen. Am Ende schwebt Dejanoff eine Künstlerkolonie vor, wie die von Donald Judd in Marfa initiierte Chinati Foundation.

Einen ersten Feldversuch startet Dejanoff nun zusammen mit dem Kunstverein im Rahmen des Projektes »Kunst und Kultur in der HafenCity«. Bereits im Vorfeld und parallel zu seiner Ausstellung im Kunstverein Hamburg (1. Oktober 2011 – 1. Januar 2012) wird das Bronzehaus dort Station machen. Visuell hochgradig eindrucksvoll und in gewisser Weise auf Marketingtournee lässt »The Bronze House« einige ungelöste Fragen offen, z.B. nach den ideologischen Räumen und wer diese wie und zu wessen Nutzen füllt. Eine Antwort kann vermutlich erst dann gegeben werden, wenn sich das Gesamtprojekt realisiert und in Veliko Tarnovo seine endgültige Bestimmung gefunden hat.

Abbildung oben: © Plamen Dejanoff, Model of the Bronze House, 2010, ?Courtesy Galerie Meyer Kainer, Vienna / Galerie Nicola von Senger, Zurich?Foto / photo: Nathan Murrell/MAK

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