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WMF klug verpackt: Gmund-Papier trifft auf Holz

Für ihren Ausbildungsbetrieb WMF entwickelte Leonie Alber ein nachhaltiges und elegantes Verpackungskonzept mit passgenauen Inlays aus Altholz.

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Duale Hochschule Baden-Württemberg, Ravensburg. Für ihren Abschluss im dualen Studiengang Mediendesign entwickelte Leonie Alber ein innovatives nachhaltiges Verpackungskonzept für ih­ren Ausbildungsbetrieb, den Haushaltswarenhersteller WMF in Geislingen.

Und das am Beispiel von zwei hochpreisigen Produkten, einem Kochmesser und ei­nem Fleischtopf. Dabei ging es ihr nicht nur darum, Verpackungsmüll zu redu­zie­ren: »Die maximale Wiederverwert- und Wiederverwendbarkeit, aber auch die explorative Erlebniswirkung einer Pre­mi­um­verpackung sind in meinem Konzept essenziell«, erklärt die Gestal­terin, die in der Bachelorarbeitsphase aus der Gra­fik­ab­tei­lung heraus eine wichtige Verbindung zur WMF-Verpackungsentwicklung aufbaute.

Packaging: Inlays aus Altholz

Um Spannung und Vorfreude beim Auspacken zu erzeugen, hat Leonie Alber das Messer- und das Topf-Packaging so konzipiert, dass man über eine schmale seitliche Aufreißlasche zunächst die umschließende Banderole öffnen muss. Wenn diese sich ausbreitet, offenbart sie auf der Rückseite Rezeptkarten zum Ausschneiden und Sammeln. Im zweiten Schritt hebt man nun den Stülpdeckel der edlen, mit Gmund-Papier kaschierten schwarzen Box an und entdeckt ein Booklet ­sowie durch eine Ausstanzung ein Detail des Produkts.

Nachdem man das zugehörige Büchlein herausgenommen hat, ist das Kochmesser beziehungs­weise der Fleisch­topf komplett in einem passge­nau­en Inlay aus Altholz zu sehen. Das Inlay stabi­lisiert das Produkt in der Verpackung und hat darüber hinaus eine direk­te Zweitfunktion, indem es als Schnei­de­brett oder Topfuntersetzer dienen kann. Natürlich sind alle verwendeten Papiere nur mit pflanzlichen wasserbasierten und mineralölfreien Farben bedruckt. Außerdem hat Leonie Alber mit Artivive eine AR-App mit kleinen Animationen zu jedem Produkt umgesetzt, die sich über ­einen QR-Code auf der Banderole und im Booklet starten lässt.

Nachwuchs 0421 UnpackMe

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Das Unboxing-Erlebnis beginnt mit einer Banderole zum Aufreißen und endet bei einem Inlay aus Altholzeiche, das man als Schneidebrett oder Topfuntersetzer weiternutzen kann

Nachwuchs 0421 UnpackMe Leonie Alber

Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit erhielt Leonie Alber auch eine Führung durch die Produktion des Verpackungs­herstellers Eduard Ehemann GmbH – für sie ein wichtiger beruflicher Kontakt. Seit ihrem Abschluss arbeitet sie als Mediendesignerin bei der WMF Group

 

 

 

 

 

 

 

Produkt: eDossier: »Pflicht und Kür im Etikettendesign«
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