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Olympische Sommerspiele Tokio: Siegerpodeste aus Plastikabfall

Die Sieger der Olympischen Sommerspiele werden in diesem Jahr auf Podien stehen, die aus Plastikverpackungen gedruckt wurden, die Japaner in den letzten Monaten sammelten. Das ganze Land machte mit.

Die Olympischen Sommerspiele in Tokio (23.7.-8.8.2021) stehen im Schatten der Pandemie. Sie wurden bereits um ein Jahr verschoben, finden jetzt ohne Zuschauer statt.

Doch wer schließlich eine der Medaillen in den unterschiedlichen Disziplinen gewinnt, wird diese auf einem besonderen Siegerpodest entgegen nehmen.

Gestaltet wurde es von dem japanischen Künstler Asao Tokolo, der berühmt für seine Muster ist und bereits das Logo der Olympischen Spiele in Tokio entwarf und darin Bezug auf die japanische Edo-Zeit (1603-1868) nahm.

Mehr als 2.000 Sammelboxen standen in den letzten neun Monaten im ganzen Land, in Kaufhäusern, Schulen und Supermärkten bereit und die Japaner sammelten darin um die 400.000 Waschmittelverpackungen aus Plastik.

3D-Module und recyceltes Aluminium

Alle 98 Podien der Olympischen Sommerspiele und der anschließenden Paralympics entstanden daraus im 3D-Druck und in traditionellem Indigo-Blau.

Sie wurden als Module ausgedruckt, die man unterschiedlich zusammenstecken kann. Auch in einer Version, die mehr Abstand voneinander bietet und für die Paralympics in einer niedrigeren Ausführung, die einfacher zugänglich ist.

Die Olympischen Ringe, die auf den Podien zu sehen sind, wurden wie schon die Olympische Fackel, aus recyceltem Aluminium gefertigt. Es stammt aus den temporären Häusern, die den Menschen nach dem schweren Erdbeben 2011 Zuflucht boten.

Nach den Olympischen Sommerspielen werden die Podien von dem Sponsor Procter & Gamble zu Shampoo- und Putzmittel-Verpackungen verarbeitet.

 

Das Siegerpodest der Sommer-Paralympics in Tokio

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