Making of Hive

In zwei Wochen ist es soweit, und bevor Sie im Frankfurt am Main nicht mehr aus dem Staunen herauskommen, klären wir Sie lieber bereits an dieser Stelle auf: Wir verraten mehr über Aufbau und die Idee der interaktiven Lichtinstallation „Hive“.



In zwei Wochen ist es soweit, und bevor Sie im Frankfurt am Main nicht mehr aus dem Staunen herauskommen, klären wir Sie lieber bereits an dieser Stelle auf: Wir verraten mehr über Aufbau und die Idee der interaktiven Lichtinstallation „Hive“.

Donnerstag Abend um 18 Uhr war es soweit. In der Alten Waggonfabrik im Gebäude in Mainz-Mombach fand die Preview der Installation „Hive“ statt. Unter Anleitung ihrer Professoren Klaus Teltenkötter, Anna-Lisa Schönecker, Clemens Tropp sowie Andreas Muxel haben Studenten der FH Mainz 1600 Capix-LED-Leuchten zusammengebaut. Entstanden ist eine Art Lichtschwarm, der auf den Umgebungsverkehr reagiert, sich verdichtet und sich wieder auflöst. Diese vogelschwarmähnliche Form wird am Sonntagabend, den 11. April, abends um halb acht erstmals offiziell seine Runden ziehen. Der Ort: der alte Weiher hinter Alten Oper in Frankfurt am Main am Tag der Eröffnung der Luminale. Doch bevor das möglich ist, sind die Mainzer Tüftler noch gefragt.

hive | interactive light installation (3D mock-up 1) from Anna-Lisa Schoenecker on Vimeo.

Jede LED-Leuchte kann einzeln über den Computer angesteuert werden. Dafür wurde eigens eine Software mit Processing und VVVV, einem Tool für real time video synthesis, programmiert, um die fließende, aufeinander abgestimmte Bewegungen entstehen zu lassen. Ein extra für das Projekt entwickelter Lichtdiffusor sorgt dafür, dass das Licht sich „gleichmäßig“ bei der 12 x 6 x 5 Meter großen, dreidimensionalen Installation verteilt. Der Titel „Hive“ trifft die Projektidee. Hive, das englische Wort für Bienenschwarm – oder wie es bei dem Online-Wörterbuch Leo heißt – bezeichnet einen Ort mit schwärmender Aktivität. In Echtzeit reagieren die LEDs auf Bewegung und Töne und wirken dabei wie ein selbst organisierender Organismus – wie ein Schwarm mit Bienen eben. Gleichzeitig und ebenfalls in Echtzeit wird über das Softwareprogramm Max/MSP ein Sound generiert. Flirrende (Summ)geräusche und Töne verdichten, klingen mal laut und mal leise.

Doch damit nicht genug. Die Studenten der FH Mainz haben nicht nur die Installation konzipiert und gebaut. Sie haben die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mitgedacht – und zwar über die herkömmlichen Pressemappen, Internetseiten und Vimeo-Channels hinaus: Passend zu interaktiven, multimedialen Thema und zum Titel wird es Flashmobs geben. Bei diesem scheinbar spontanen Menschenauflauf treffen die Projektmitglieder, alle in der Corporate Identität entsprechend mit schwarz-weißen T-Shirts bekleidet, kurz in der Frankfurter Innenstadt oder auf dem Messegelände. Sie formieren sich scheinbar spontan zu einer festgelegten Choreografie, werden selbst Titel des Dynamischen Logos. Die Idee mittels Flashmobs, die als zeitgemäße PR der virtuellen Gesellschaft gelten, auf das Projekt aufmerksam zu machen, passt zum ganzen Projekt.

Das dynamische Logo hier mal statisch.


Hier wurden die Zeichen der Zeit erkannt. Revolution in der Leuchtenindustrie dank LED und sinnvolle Einbindung der Online-Community via Mobiltelefon und Internet. Hive ist großartig, auch weil es ein Beispiel sein könnte – und sollte – wie Hochschulen das Potential der verschiedenen Fachbereiche nutzen können. Medienarchitektur, Informationsdesign, Lichtdesign und Medieninformatik, anders gesagt vier Professoren haben sich zusammen getan und abseits von üblichen internem Gerangel mit ihren Studenten etwas auf die Beine gestellt, was sich sehen lassen kann.

Während der Messetage, wo Aussteller, Hersteller und andere leuchtende Projekte sich Szene setzen und um die Aufmerksamkeit konkurrieren, wird also ein anderer Hive-Schwarm in der Stadt zu sehen sein. Die Projektteilnehmer in schwarzen T-Shirts mit weißen Punkten veranstalten einen Flashmob. Ein Uniprojekt wie aus einem Guss: Name, Corporate Design – die weiße Punkte auf schwarzem Grund, die sich immer wieder neu zusammensetzen und auf T-Shirts, Tafeln und Briefbögen – ergeben eineinheitliches Bild und passen gestalterisch hervorragend zu den leuchtend-weißen Lichtpunkten, die in zwei Wochen in hessischen Frankfurt fliegen.

Sponsoren noch gesucht

Vor einer Woche haben wir an dieser Stelle schon kurz auf dieses ungewöhnliche Projekt hingewiesen, das noch Sponsoren sucht.  Wir können eine finanzielle Unterstützung nur empfehlen. Sie bekommen neben wunderbaren visuellen Eindrücken auch eine hervorragende Pressearbeit mit allen erdenklichen Informationen in den diversen Dateiformaten geliefert. Das Video im Header beispielsweise wurde uns das Hive Team zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank!

Das Team
Hive ist ein interdisziplinäres Projekt der Studiengänge Innenarchitektur und Kommunikationsdesign an der FH Mainz Gestaltung. Organisiert und betreut wird das Projekt von: Prof. Klaus Teltenkötter, Medienarchitektur Prof. Anna-Lisa Schönecker, Informationsdesign Prof. Clemens Tropp, Lichtdesign Andreas Muxel, Medieninformatik. Das Team sind: Tatevik Aghagababyan, Angela Belling, Alice Brüssler, Daniel Büche, Eleonore Cappelaro, Anja Denzer, Mareike Eidner, Thore Höferer, Swetlana Kasemir, Katja Metz, Andreas Pirot, Manuela Strauß, Johannes Wenzel, Stefanie Zingel. Weitere Informationen zu diesem Team und dem ganzen Projekt sind auf der website http://luminale.fh-mainz.de/ zu finden.

Über die Luminale
Zum fünften Mal findet die Luminale parallel zur internationalen Lichtmesse light+building in Frankfurt am Main statt. Künstler, Designer, Architekten, VJs und Visual Artists verwandeln vom 11. bis zum 16. April die Mainmetropole in ein riesiges Lichtlabor. Diese so genannte Biennale der Lichtkultur ist ein außergewöhnliches Spektakel, bei dem alle zwei Jahre die Lichtmedienszene ihr Können öffentlich unter Beweis stellt. In diesem Jahr wird es besonders spannend, denn durch die technologische Weiterentwicklung der Light Emitting Diode, kurz LED genannt, ergeben sich neue Gestaltungsansätze. Denn LEDs lassen sich einzeln ansteuern und programmieren, sind zudem sie kostengünstig und energieeffizient. Lichtinstallationen lassen sich in neuen Dimensionen realisieren, neuartige Effekte sind.

Hier eine erste Übersicht der Projekte:


Weitere Informationen



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