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Wenn die Seminar- zur Auftragsarbeit wird

Studierende der HTWG Konstanz setzten ihr Ausstellungskonzept fürs Hesse Museum in die Realität um. Ein guter Start ins Berufsleben!

Hesse Museum Gaienhofen

Wenn aus einer Seminararbeit ein echter Job wird: Gemeinsam setzten sich die Architekten Haydar Dalci und Jürgen Oswald sowie die Kommunikationsdesigner Sandrine Amin und Alfonso Patermo mit ihrem Entwurf bei einem Wettbewerb für die Neugestaltung des Hesse Museums in Gaienhofen am Bodensee durch.

Dann folgten für die Studierenden am Fachbereich Architektur und Gestaltung der HTWG Konstanz zwei Jahre Arbeit: von der Ausarbeitung ihres Konzepts über das Einholen von Angeboten, die Koordination von Dienstleis­tern bis hin zur Eröffnung.

Das Museum befindet sich in Hermann Hesses erstem Haus und zeichnet seine acht Jahre am Bodensee nach. Das Ausstellungskonzept der Studierenden, »Von der Idylle zur Flucht«, ist prägnant und zurückhaltend zugleich und gibt einen guten Einblick in das Leben des Schriftstellers. Für einen visuellen Akzent sorgt die Hauptfarbe Royalblau, die sich gut vom vorherrschenden Holz absetzt.

Ein Originalbootssteg vom Bodensee, das Arbeitszimmer als eine räumliche Blackbox und Abreißblöcke mit Gedichten und Zitaten sind weitere Besonderheiten der Dauerausstellung (mehr Infos dazu gibt’s unter  www.hesse-museum-gaienhofen.de). Ein beeindruckend professionelles Projekt, für das das Museum die Studen­ten als Freiberufler bezahlte. 

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Stiftewand mit Zettelwand im Hintergrund: Freie Gestaltung des Gästebuchs – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Ansicht des ganzen Hauses von außen – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Gesamt Ansicht Biografie als Raumgrafik, Mediensäule mit Touchscreen in der Mitte, enthält Infos und weitere Bilder zu Hesses Biografie – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Detail einer geografischen Station, Ort sind durch Ländergrenzen/Flüsse verbunden und durch Bilder und Schriftstücke ergänzt – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Drei Säulen mit flächiger Projektion der Landschaftsaufnahmen – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Blick mit Projektion im Rücken mit Bootssteg – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Drei Säulen arbeiten Hesses Engagement in der Gemeinde auf – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Intermezzo-Raum Erdgeschoss mit Treppe ins Obergeschoss – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Detailaufnahme Manuskriptstapel den Hesse vergraben hat, statt ihn zu lesen. Anekdote: Das Team färbte die Blätter dafür von Hand über mehrere Tage mit italienischem Kaffee ein, damit ein schöner erdiger Rotton entstand und die Blätter den Eindruck erwecken, als ob sie gerade aus Hesses Garten ausgegraben worden wären. Bei den Besuchern kam mehrfach die entsetzte Frage auf, warum denn das Team Originalmanuskirpte im Museum verbaut hätte. – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Detailaufnahme Manuskriptstapel den Hesse vergraben hat, statt ihn zu lesen. Anekdote: Das Team färbte die Blätter dafür von Hand über mehrere Tage mit italienischem Kaffee ein, damit ein schöner erdiger Rotton entstand und die Blätter den Eindruck erwecken, als ob sie gerade aus Hesses Garten ausgegraben worden wären. Bei den Besuchern kam mehrfach die entsetzte Frage auf, warum denn das Team Originalmanuskirpte im Museum verbaut hätte. – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Gesamtansicht ehemalige Wohnstube – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Blick aus Raum 4 auf Raum 5, das ehemalige Klavierzimmer – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Familienbilder (Hintergund), Roman Roßhalde im Vordergrund thematisiert die krieselnde Ehe und Hesses Zweifel am neuen Leben – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Intermezzo-Raum im Obergeschoss, mit Medienstation und Bücherregal (beleuchtet Hesses Buchsammlung von anderen Autoren, die er gelesen hat) – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Ehemalige Arbeitszimmer mit eingebauten Exponaten und zentralem Schreibtisch – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Blick in eines der Guckfenster: Hesses Zwicker – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Blick auf eine der beiden offenen Vitrinen mit Hesses ganzem Stolz der Schreibmaschine – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Künstlerfreunde und Liebe zur Musik und Kunst. Besonderheit sind die roten Balken, die beim Rückbau zum Vorschein kamen, Hesse beschreibt sie in ein paar Textpassagen, deshalb ist der Einbau sehr dezent. Die Raumwirkung mit dem roten Fachwerk sollte erhalten bleiben. – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Detailaufnahme von Hesses Geige, er liebte es auf ihr zu spielen und widmete ihr sogar ein eigenes Gedicht »Meiner Geige« – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Hesses Überseekoffer für die Reise nach Indien, im Hintergrund sein Tropenanzug (beides Originale) – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Detail Vitrine mit Hesses Statuetten, die er von seiner Reise mitgebracht hatte (ebenfalls Originale) – Bild: Chris Korneck, Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA)
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Das Team (von links): Alfonso Patermo (Kommunika­tionsdesign),  Jürgen Oswald (Architektur), Elisa Lorio (Kommunika­tionsdesign), Sandrine Amin (Kommunika­tionsdesign), Dr. Ute Hübner (Museumslei­terin), Professor Eberhard Schlag (Design und Raum), Professor Brian Switzer (Kommunikationsdesign) und Haydar Dalci (Architektur)

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