ADC feiert erfolgreiche Frankfurt Premiere

Zum Abschluss seines Festivals 2010 in Frankfurt am Main hat der Art Directors Club für Deutschland gestern Nacht die Gewinner seines diesjährigen Wettbewerbs bekannt gegeben. In der Sparte Design, dessen Stärkung sich der Kreativverein bereits seit Längerem auf die Fahne schreibt, geht ein goldener Nagel an eine Arbeit, die einen wichtigen Punkt sehr deutlich macht:

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Zum Abschluss seines Festivals 2010 in Frankfurt am Main hat der Art Directors Club für Deutschland gestern Nacht die Gewinner seines diesjährigen Wettbewerbs bekannt gegeben.

In der Sparte Design, dessen Stärkung sich der Kreativverein bereits seit Längerem auf die Fahne schreibt, geht ein goldener Nagel an eine Arbeit, die einen wichtigen Punkt sehr deutlich macht: Gute Kommunikation findet nicht in Kategoriengrenzen statt. Das Supersize Popup von Jung von Matt für Sara Lee hätte genauso gut im Bereich Ambient Media ausgezeichnet werden können, handelt es sich doch um eine hervorragend umgesetzte Rauminstallation. Insgesamt führte das neue Kategoriensystem laut eigener Aussage der Juroren nicht selten zu Diskussionen. Da es bei mehr als 6700 eingereichten Arbeiten und 286 Jurymitgliedern jedoch Orientierungsstrukturen geben muss, wird sich die Schere zwischen dem Anspruch an grenzenlose Kommunikation und der Bewertung von Arbeiten in Wettbewerben wohl nie ganz schließen lassen. Bezeichnend jedenfalls ist es, dass fast alle weiteren goldenen Nägel im Bereich Klassische Medien und darin der Untersparte Out of Home vergeben wurden – auch, wenn sie nicht ausschließlich hier  verankert sind. So dürfen sich über Edelmetall freuen: Lukas Lindemann Rosiknski mit den Lego Codes für Mytoys.de, Jung von Matt mit Flyvertising, dem ersten Fliegenbanner der Welt für den Eichbornverlag, Scholz & Friends mit 128 Stars. 1 Orchester für die Berliner Philharmonie und Serviceplan mit der Rauminstallation Pro & Contra für die Lead Academy. Der einzige Film, der mit Gold ausgezeichnet wurde, kommt ganz und gar nicht wie ein klassischer Werbespot daher: Drang – Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt von Heimat für die Volksbanken Raiffeisenbanken ist ein knapp einstündiger Dokumentarfilm, dessen Episonen auch im Netz auf einer entsprechenen Website eingesetzt werden. Von Heimat kommt denn auch die einzige Goldmedaille in der neuen Kategorie Generic Craft. Mit dieser Sparte will der ADC dafür sorgen, dass die tatsächlichen Macher einer Kampagne gewürdigt werden. Im aktuellen Fall geht das Lob an Matthias Storath, der für Heimat und Hornbach die Hymne des Machens textete. Bei der Unsetzung der in der Kampagne erhaltenen Spots ist die Filmproduktion und Heimat-Kreativpartnerin TRigger Happy verantwortlich. Im Bereich Digitale Medien gab es übrigens kein Gold, obwohl laut Michael Volkmer, Vorsitzendem in der entsprechenen Jury, gerade ein deutlicher Shift in diese Richtung passiere. Das habe sich allerdings eher in  der hohen Anzahl an silberenen und bronzenen Nägeln niedergeschlagen. Einen Grand Prix gab es in diesem Jahr nicht.

Alle Gewinnerarbeiten finden sie unter www. adc.de. Mehr zum diesjährigen ADC-Wettebwerb lesen Sie in in der kommenden Printausgabe PAGE 07.2010, die am 2. Juni erscheint.

Folgende Artikel sind bisher zum Thema ADC Wettbewerb online erschienen:

ADC-Auftakt in Frankfurt

Des Spiegels spitze Feder


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