Zukunft der Schrift

Designstudierende der Fachhochschule Düsseldorf gestalten eine Sonderausgabe des Magazins »Typografische Monatsblätter« und rufen auf, Beiträge zum Thema »Zukunft der Schrift« einzureichen.



Bild FH Düsseldorf Zukunft der Schrift

Im zweiten Quartal 2012 erscheint die Schweizer Fachzeitschrift »Typografische Monatsblätter« in einer besonderen Version: Studierende des Fachbereichs Design an der Fachhochschule Düsseldorf sind unter der Leitung von Tino Graß am Werk, eine Sonderausgabe zum Thema »Zukunft der Schrift« zu gestalten.

Um möglichst facettenreiche Antworten auf die Frage, wie diese Zukunft aussehen wird, zu erhalten, haben die Studierenden einen Aufruf gestartet: Sie sind gefragt, Ihre Ideen zum Thema »Zukunft der Schrift« einzureichen. Die Arbeiten werden dann zur Lancierung der Zeitschrift in einer Ausstellung präsentiert.

Tino Graß erläutert das Projekt und alle Kriterien zum Aufruf im Interview mit PAGE:

PAGE: Designstudierende der Fachhochschule Düsseldorf gestalten eine Sonderausgabe der »Typografischen Monatsblätter« – wie kam diese Zusammenarbeit zustande?

Tino Graß: Anfang 2011 in Basel. Von Zürich kommend, besuchte ich auf dem Weg zur Fondation Beyeler den Chefredakteur der TM, Lukas Hartmann, und unterbreitete ihm den Vorschlag, mit meinen Studenten eine Ausgabe der »Typografischen Monatsblätter« in Angriff zu nehmen. 
Konzeption, redaktionelle Inhalte sowie die Gestaltung. Ich hatte nicht viel im Gepäck, außer einem Thema: »Die Zukunft der Schrift« und die Rückentdeckung von Hans Rudolf Bosshard, der zu dieser Zeit einige »Artikel-Titel« für die TM gestaltete und die Idee sehr spannend fand.

Lukas Hartmann sagte direkt zu. Ich war positiv überrascht über die spontane Zusage und dankbar für das Vertrauen, welches die Redaktion und der Verlag  der »Typografischen Monatsbläter« uns von Beginn an entgegen gebracht hat.

Worin liegt die Aufgabe der Studierenden bei der Gestaltung der Ausgabe?

Wenn es denn nur die Gestaltung wäre. Die Komplexität für die Studenten liegt sicher darin, eigene Inhalte zu generieren, sie redaktionell aufzuarbeiten und in einen Gesamtkontext zu setzten – unter der Prämisse, eine individuelle und hohe Gestaltungsqualität zu gewahren.
Wir haben uns zusammengesetzt und zu unserem inhaltlichen Leitfaden relevante Themenfelder in der Typografie und im weiteren konkrete Inhalte recherchiert. Jeder im Team hat sein Thema selbst gewählt und ist für Inhalt, Recherche sowie die Umsetzung verantwortlich. Ich war überrascht über die unbefangene Herangehensweise der Studenten, sie schreiben schließlich für eine der wichtigsten Fachzeitschriften für Typografie und visuelle Kommunikation.

Die Gestaltung und die Inhalte der Artikel stehen soweit – momentan sitzen wir am Feinschliff.

Können Sie uns bereits verraten, was uns im Heft zum Thema »Zukunft der Schrift« erwarten wird?

Es war uns wichtig, den Inhalt mit einer gewissen Langlebigkeit und Vielfalt auszustatten – keine Ausgabe die nach einmal Durchblättern in der Ecke landet. 
Ich denke, uns ist ein spannender Mix aus Themenfeldern, prägenden Gestaltern, Künstlern und Typografen sowie deren Arbeiten gelungen.

Wir starten mit dem Schreiben Lernen, wie es war und es in Zukunft sein könnte, erfahren Interessantes über den Umgang mit Schrift in der zeitgenössischen Kunst – von den Künstlern selbst, befassen uns mit generativen Gestaltung und Animation, wir erleben konträr das Handgemachte und berichten über Gestalter, die ihrer Zeit voraus waren.

Zu den Mitwirkenden gehören unter anderen Philippe Apeloig, Uwe Loesch, Milton Glaser, Stefan Sagmeister, Andreas Uebele, Lawrence Weiner und viele weitere spannenede Persönlichkeiten.

Sie haben auch dazu aufgerufen, eigene Arbeiten zum Thema zu gestalten. Welche Anforderungen gibt es, richten Sie sich mit diesem Aufruf hauptsächlich an Typografen oder dürfen Beiträge aller Art eingereicht werden?

Genau. Für die Lancierung ist eine Ausstellung geplant. Sie soll Kreativen, Gestaltern, Künstlern und Studenten die Möglichkeit bieten, ihre Visionen und Sichtweisen zum Thema »Zukunft der Schrift« zu präsentieren.
Um daraus eine erfolgreiche und runde Sache zu machen, versuchen wir so viele wie möglich und auf unterschiedlichsten Kanälen zu erreichen – jeder ist eingeladen mitzumachen und wir freuen uns über jeden Beitrag.
Die Beiträge können digital über 
beitrag@fhd-tm.de 
oder analog an

Fachhochschule Düsseldorf
Fachbereich Design
Projektgruppe
Typografische Monatsblätter
Georg-Glock-Straße 15
40474 Düsseldorf

eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 31.01.2012, alle Informationen sind auch auf unserer Website www.fhd-tm.de abzurufen.


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