Die Zukunft der Erinnerung

14 Designer zeigen was passiert, wenn die digitale Welt die physische ablöst. Und jeder kann dabei sein ...



Wie wird es im fortschreitenden digitalen Zeitalter mit unser Erinnerung bestellt sein? Wie wird sie sich verändern wenn die Aufbewahrung von Fotografie, die Art der Briefe, die wir uns schreiben, unsere Tagebücher und Ephemera nicht mehr dieselben sind und die digitale Welt die gegenständliche abgelöst hat?

Swarovski, berühmt für ihr geschliffenes Kristallglas, hat die 15 Designer der Schau  »Digital Crystal« im London Design Museum bei der Realisation ihrer Arbeiten unterstützt. Die meisten entstanden speziell für die Ausstellung, andere stammen aus der Sammlung von Swarovski. Dazu gehört zum Beispiel die Arbeit »Lolita« von Ron Arad (s. oben), die der israelische Designer 2004 für den »Swarovski Crystal Palace« entwickelte und die für die Ausstellung jetzt noch einmal überarbeitet wurde. 2100 Swarovski Kristalle, 1.050 weiße LED-Leuchten, ein Kilometer 9-fach geflochtenes Kabel und 31 Prozessoren sorgen dafür, dass Botschaften, die mit dem Handy oder Smartphone mit dem »SMS Kronleuchter« geschickt werden, für alle sichtbar an der Spirale herunterflimmern.

Die Installation, die seit Jahren euphorisch gefeiert um die Welt reist, übersetzt jetzt unter (#DigitalCrystal) auch Tweets in glitzerndes Kristall, Textmessages können unter Tel: 0044 (0)7860 021492 geschickt werden – und jeder kann mitmachen!

Der bewegliche Kristallleuchter »Pandora« von Patrik Fredrikson und Ian Stallard hingegen fängt sich gerade noch bevor er – und seine Physis – explodiert. Das Designstudio Troika wiederum projiziert verschwimmende Erinnerung, Random International lässt in ihrem »Sunlight Video« Licht durchs digitale Zeitalter fliegen während der New Yorker Designer Marcus Tremonto eine 3D-Fotografie entworfen hat und Arik Levy die Bewegung von Partikeln von einem Ort zum anderen in seiner großartigen Arbeit Osmosis zeigt.

Digital Crystal, London Design Museum, bis 13.01.2013

Paul Cocksedge: Crystallize, London Design Museum

Beide Abbildungen: Image courtesy of Swarovski


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