Dicker, fetter, besser: Aperture Relaunch

Mehr Seiten, mehr Fotografien und fettere Typografie: Relaunch des Aperture Magazins.



Von wegen sparen. Während so manches Magazin immer dünner wird, tritt Aperture, Flaggschiff der New Yorker Aperture Foundation, die ganz im Zeichen der Förderung der Fotografie steht, die Gegenoffensive an.

Mit 50 Prozent mehr Seiten ist das Magazin bei seinem ersten Relaunch nach 60 Jahren Bestehen jetzt erschienen – und mit dem neckisch augenzwinkernden Gruß »Hello, Photography« als Thema. Neben neuen Kolumnen gibt es vor allem mehr Platz für Fotografie, für ausführliche Strecken, die optisch und in der Struktur des Heftes von den Artikel abgesetzt sind.

Entwickelt hat den Relaunch die gefeierte Londoner Agentur A2/SW/HK zu deren Kunden die Tate Modern und das Victoria & Albert Museum gehören. Und sie setzt auf eine dynamische Typografie, auf verschiedene Schriftstärken und auf ein Spiel mit Fonts, die einerseits von der serifenlosen Futura und Memphis inspiriert wurden – »moderne, geometrische Schriften, die gut mit dem Aperture-Logo zusammenspielen und gleichzeitig auf den Ursprung des Magazins in den frühen 50er-Jahren verweisen«, wie Henrik Kubel und Scott Williams von A2/SW/HK sagen. Während »Aperture Serif« ihre Wurzeln im Klassizismus des 16. Jahrhunderts hat und so die »Aperture Sans« durch die verschiedenen Schriftstärken hindurch kontrastiert und komplettiert.

Im unterschiedlich breitem Spaltensatz sind den Textbausteinen keine Grenzen gesetzt und sie variieren schwungvoll das gesamte Heft hindurch.

Aber genauso wie das neue Editorial Design, sind auch die Inhalte sehr interessant. In einer anspruchsvollen Tour de Force durch relevante Themen geht es um neue Arten künstlerischer Fotografie inklusive Interview mit einem ihrer Größten, dem Fotografie- und Videokünstler Jeff Wall. Es werden Antworten auf die Frage gesucht, wie man bei der Bilderflut im Web und in sozialen Medien heute noch über die Prämissen zeitgenössischer Fotografie nachdenken kann, es geht um Fotografie aus dem Mittleren Osten, um akademische und persönliche Ansätze – und dazu wirft Philip-Lorca diCorcia einen Blick auf das Garry Winogrand Archive.

Hier ein Blick in das neue Aperture:

 


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