TUIJA LINDSTRÖM »The Girls at Bull’s Pond«

20120203 - 20120317

swedish photography, Berlin
Ausstellung
www.swedishphotography.org

 
Girls at Bull’s Pond 1992
Tuija Lindstöm traf in ihrer fotografischen Arbeit immer auf Widerstand.



Girls at Bull’s Pond 1992

Tuija Lindstöm traf in ihrer fotografischen Arbeit immer auf Widerstand. Mit dem Bestreben, künstlerischen Aspekten Raum zu geben, griff sie als Künstlerin mit der einen Hand zur Mittelformatkamera und hielt als Mutter an der anderen ihre Kinder. Ihre dadurch geprägte Arbeitsweise und Motivwahl verschaffte ihr, gepaart mit einer stark feministischen Haltung, einen Platz auf männerdominiertem Terrain der Aktfotografie, Neuen Sachlichkeit und “The New Topographics”. Als erste Frau trat Tuija Lindström die höchst begehrte Professur an der einzigen Universität für Fotografie (Göteborgs Universitet, Högskolan för Fotografi) in Schweden an. Bis heute bleibt sie in ihrer Rolle stark umstritten. “Viele Menschen verstanden nicht, was ich mit den Bildern aussagen wollte und mehrere Reaktionen zeigten von einer homophobischen Einstellung und Angst vor der weiblichen Sexualität. Ich frage mich, warum sollten wir Frauen nicht das Recht haben, unser eigenen Körper zu fotografieren, warum sollte dies nur Männern vorbehalten sein”

Ihre Komplexität liegt selten im einzelnen Bild, vielmehr im Streben divergierende Ausdrücke zusammen-zufassen, sich stets einer zwingenden Form bewusst, die der Inhalt erfordert. Sinnliche Frauenbilder nimmt sie, wie auch facettenreiche Landschaft und technische Fraktalexperimente in ihre Bildwelten auf. Mit der Serie Kvinnorna vid Tjursjön (Girls at Bull’s Pond) gelang Lindström Anfang der 90er Jahre der Durchbruch als Künstlerin. Auf sinnliche, gleichzeitig verstörend offene Erzählweise versetzt sie die abgebildeten Frauen in dramatische Kontraste zu Bildern von Bügeleisen ˆ ein überraschender und raffinierter Stilbruch. Ein gleichermaßen meditatives wie kraftvolles Werk.

Vernissage am Freitag, 3. Februar 2012 um 19 Uhr


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