»Jeder Mensch ist ein Erfinder«

20130912 - 20130915

Kunstverein, Wolfsburg
Festival, Ausstellung
www.phaenomenale.com/13/

»Luther Blisset« (Sammelpseudonym)
 
Unter dem Motto »Jeder Mensch ist ein Erfinder« will die Phaenomenale vom 12.



»Luther Blisset« (Sammelpseudonym)

Unter dem Motto »Jeder Mensch ist ein Erfinder« will die Phaenomenale vom 12.-15. September 2013 zwei Tendenzen sichtbar machen, die das Entstehen von Erfindungen in den letzten Jahren wesentlich verändert haben: der grundlegende Wandel im Tempo und in den Mitteln der Kommunikation zwischen Menschen und die dadurch entstandenen neuen Formen der sozialen Beziehungen und ihrer Organisation. Das Festival, das Kunst und Wissenschaft zusammenführt, findet im Rahmen des 75-jährigen Stadtjubiläums von Wolfsburg statt.

Im phaeno erklärt der Erfinder des MP3-Formats Karlheinz Brandenburg seine Arbeit; im Erfinder-Slam hat jeder fünf Minuten Zeit, um das Publikum von seiner Idee zu überzeugen; Besucher können sich selbst einscannen und anschließend in 3D ausdrucken und der Nachwuchs kann das Auto neu erfinden, während die Hip Hop-Formation Puppetmastaz im Raumschiff einschwebt (alles 13. und 14.09., phaeno Wolfsburg).

Der Kunstverein Wolfsburg zeigt »Erfinde dich selbst!« Ein starker Richtungswechsel in der Biografie, ein neues Image durch Self-Branding oder geteilte Identitäten, wie der Multiple-Use-Name Luther Blissett – die Beiträge für die Ausstellung drehen sich um den Begriff des Sich-selbst-Erfindens auf virtueller und digitaler als auch auf sozialer und realer Ebene (im Schloss Wolfsburg, Eröffnung 12.09. 19 Uhr, danach 13.09.-10.11.2013 Öffnungszeiten: Mi–Fr 10–17h, Sa 13–18h, So und Feiertag  11–18h; Eintritt frei).

Zum Auftakt präsentiert das Kulturwerk Rico Loop, der Musiker ist ein One-Man-Jam mit Loopstation: Er erzeugt Sounds mit seiner Stimme, der Gitarre, einem Bass, der Harmonika oder auch einer Bierflasche. Seine vielschichtigen Tracks baut er Layer für Layer auf. Ohne Hilfe von Computern oder Effektgeräten erschafft Rico spektakuläre Soundcollagen, die eine ganze Band auf der Bühne vermuten lassen (12.09., 21 Uhr Phaenomenale Center).

Eröffnet wird das Festival am 12. September bereits um 18.00 Uhr mit einem Festakt im Gartensaal im Schloss Wolfsburg. Dort wird auch der Preisträger des Social Media Art Award bekannt gegeben. Diesen Preis vergibt das Science & Art-Festival Phaenomenale erstmals, dotiert ist er mit 10.000 Euro. Die Arbeiten des Gewinners sowie der Nominierten sind im Anschluss an die Eröffnung im Phaenomenale Center zu sehen. Auf der Shortlist stehen vier Arbeiten:

»Default to public« von Jens Wunderling bringt Twitter-Texte aus der Pseudo-Privatheit der Smartphones in den öffentlichen Raum. »ACrowdedApocalypse«, von IOCOSE läßt die Grenzen zwischen Politik, Verschwörungstheorien und kritischem Zynismus verschwinden. Karen Eliot ist ein kollektives Pseudonym, um ein gemeinsames Werk zu kreieren, das schließlich keiner einzelnen Person mehr zuzuordnen ist.
»Burn Babe burn – Glamorous Austerity« entstand in Kooperation mit dem Online-Projekt »ArtProtesters« aus Portugal und vernetzt Künstler, um die unbefriedigende Situation der portugiesischen Kulturszene anzuprangern.


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