Bärbel Möllmann: Camera Obscura

20110521 - 20110626

 
Die Tatsache, dass ein kleines Loch dazu imstande ist, ein Bild entstehen zu lassen, ist bereits seit Jahrtausenden bekannt.



Die Tatsache, dass ein kleines Loch dazu imstande ist, ein Bild entstehen zu lassen, ist bereits seit Jahrtausenden bekannt. Eine Lochkamera ohne Linse ist ein einfaches Gerät: ein lichtundurchlässiger Kasten mit einem kleinen Loch auf einer Seite und Film oder Fotopapier auf der anderen. Das Licht fällt durch das Loch ein und in der Kamera formt sich ein Bild. 
Fotografien mit einer Lochkamera herzustellen ist ein besonderes Erlebnis, das vor allem von Langsamkeit, Einfachheit und Zufall geprägt ist. Lochkamera-Fotografie ist ein geruhsames, in sich geschlossenes Abenteuer, das die Teilnehmer eine Welt entdecken lässt, in der hektische, teure und komplexe Technologien von Kreativität, Fantasie und Unerwartetem abgelöst werden.

Lochkameras haben keine Linse, keinen Verschluss und keinen Sucher, sind aber gerade deswegen wie geschaffen für das Abbilden von Erinnerungen, Fantasien und Träumen. 
Erfahrung mit Kameras oder in der Dunkelkammer ist für den Workshop nicht erforderlich. 
Alle Materialien, die benötigt werden, um eine Lochkamera aus einfachen Behältern, zum Beispiel aus Kartons, Blechbüchsen oder kleinen Holzschachteln zu bauen, werden zur Verfügung gestellt.

Besonderer Wert wird auf die Bildauswahl, die Zusammenstellung der Arbeiten, sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit den gewählten Themen des Seminarteilnehmers, gelegt und ausgearbeitet.

Programm

Teil 1: Theorie und erste Gehversuche
–    kurze Einführung in die Geschichte und Technik der Camera obscura
–    Präsentation von verschiedenen Camera obscura Künstlern und deren Kameras
–    Erklärung und Anwendung der Formel zu Berechnung der optimalen Camera obscura
–    Demonstration vom Bau einer Camera obscura
–    Präsentation der Idee, Feedback

Teil 2: Bau und Arbeiten mit der Camera obscura
–    Bau einer begehbaren Camera obscura
–    Bau von individuellen Camera obscuras mit den mitgebrachten Materialien
–    Arbeiten mit der Camera obscura; Entwickeln der Arbeiten
–    Diskutieren der entstanden Aufnahmen unter Berücksichtigung von Qualität, Bildaufbau und Aussage
–    Erarbeitung eines Konzepts einer persönlichen Arbeit

Teil 3: Ausarbeitung der Arbeiten und Präsentation
–    Präsentation des persönlichen Essays und Schlusskritik

Seminardaten

Ort: Neue Schule für Fotografie, Brunnenstr. 188 – 190, 10119 Berlin
Zeitraum: Sa/So 21./22. Mai I Sa/So 18./19. Juni I So 26. Juni 2011, jeweils 10-17 Uhr
Preis: 350 € für 5 Tage, plus 20.- € Materialkosten
Unterrichtssprache: Deutsch
Teilnehmerzahl auf 15 begrenzt (Mindestteilnehmerzahl 9)

(Bild oben: Bärbel Möllmann, Serie VISIONS NYC – Mareile Fritzsche, 2001)


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