Von der Post zu Produktion – relaunch der Schönheitsfarm

Die frühere Postproduktionsfirma Schönheitsfarm hat sich selbst relauncht und definiert sich jetzt als »Shop für mutige Ideen, clevere Lösungen und grenzenlose kreative Energie«. Zum Leistungsportfolio gehörten visuelle Konzepte, Live Action und digitale Welten.



Die frühere Postproduktionsfirma Schönheitsfarm hat sich selbst relauncht und definiert sich jetzt als »Shop für mutige Ideen, clevere Lösungen und grenzenlose kreative Energie«. Zum Leistungsportfolio gehörten visuelle Konzepte, Live Action und digitale Welten.

Das klingt nach recht selbstbewusstem Eigenmarketing, formuliert aber eine Tendenz, die sich in ehemaligen Postproduktionen bereits seit Längerem herauskristallisiert: Diejenigen Dienstleister, die einst ausschließlich für die Nachbearbeitung und das Aufhübschen von Filmmaterial zuständig waren, rücken in der Produktionskette immer weiter nach vorne, übernehmen konzeptionelle Aufgaben und sind in die Drehs involviert (siehe PAGE 07.2010 und Page Online im Mai). Gerade der zunehmende Anteil an Comupter Generated Content macht diese Kompetenzverschiebung nur allzu nachvollziehbar. Die neue Positionierung handhaben die Firmen unterschiedlich – bei Schönheitsfarm eben mit einem Relaunch, zu dem auch ein neues Logo gehört.

»Wir wollten definitiv keine 1 zu 1 Umsetzung unseres Firmennamens und uns auch bewusst von geometrischen, generischen, mitunter nichtssagenden Formen entfernen. Stattdessen wollten wir Stellung beziehen, dabei nötigenfalls polarisieren. Am Ende dieses Gedankens stand der kleine räudige Straßenkater. Er hört (natürlich nicht) auf den Namen Buster und mag auf den ersten Blick ein bisschen wie eine Persiflage auf den Namen Schönheitsfarm wirken«, beschreibt Art Director Mark Wickenkamp die Kreation. »Aber das ist auch gut so – Buster rockt einfach mehr als eine Aphrodite. Unabhängig, frei denkend, grazil und stolz, selbst mit einem Loch im Fell.« Maßgeblich für die Entscheidung, einen Character als Logo zu entwickeln, sei die Möglichkeit, mit ihm Geschichten erzählen zu können, ihn zum Leben zu erwecken und seinen Charme und Witz in kleinen Animationen oder Illustrationen ausspielen zu lassen. »Buster kann uns dabei helfen, in Präsentationen komplizierte Sachverhalte zu transportieren oder sich wirklich total niedlich zusammenrollen und in der Ecke poofen. Buster kann Entertainment bieten, uns durch fantastische Welten führen oder ein Haarknäuel ins Moodboard kotzen«, beschreibt Wickenkamp das neue Logo liebevoll. Stilistisch hänge es »irgendwo in den Essensresten von Blake Edwards*1 oder Tim Burton herum«, was als Hommage bei den Cineasten im Umfeld der Schönheitsfarm naturgemäß gut ankomme.


Wickenkapmps Kollege Torsten Eichten, Executive Creative Director bei der Schönheitsfarm, stellte den neuen Auftritt vergangenen Freitag im Rahmen eines Get Togethers vor und gab zudem einen Einblick in das Showreel seiner Firma. Einer der ersten Aufträge, bei dem die Schönheitsfarm ausdrücklich als Produktion in den Credits geführt wird, ist der Film »Smart Electric Drive« für Daimler und die BBDO Düsseldorf. Zudem arbeitet die Schönheitsfarm mit ihrer Schwester The Marmelade zusammen. Diese firmiert als Joint Venture mit dem Effectiv Team SFX und kümmert sich gezielt um Special Effects, beispielsweise im Spot »Refreshment in Highspeed« für Pepsi und CLM BBDO Paris (siehe ganz unten).

Ganz im Zeichen schneller Bewegungen steht denn auch eine Errungenschaft, die die Schönheitsfarm und The Marmelade vergangenen Freitag vorgestellt haben: der Roboterarm Spike, der mithilfe einer eigens programmierten Software schnellste kontrollierte Kamerabewegungen nachahmen und somit extreme Higspeed-Bilder aufzeichnen kann.



smart electric drive // projections from schönheitsfarm on Vimeo.


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