Vexierspiel mit Plakat

Aus der Ausstellung auf die Straße: Das Plakat von »Mikael Mikael« ging gerade um die Welt.



Zeigt, dass ihr keine Angst habt, bat New Yorks Bürgermeister Rudolph W. Giuliani einen Tag nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die Bürger des Big Apple. Eine Aufforderung, die um die Welt ging – und die Friedrich von Borries, Professor an der HFBK Hamburg, Kurator am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und inzwischen auch Buchautor, seinem Roman»Helden« Mikael Mikael mit auf den Weg gab. In von Borries Debüt »1 WTC« lässt er eine Schauspielerin nach 9/11 vor New Yorker Überwachungskameras mit dem Spruch »Show you are not afraid. Go shopping« posieren …

Für die Ausstellung »unheimlich vertraut. Bilder vom Terror«  im C/O Berlin (noch bis zum 4.12.) wurde das Plakat von Mikail Mikail aka von Borries produziert, an Orte wie das Olympiastadium in München oder der Israel Military Industries in Tel Aviv geklebt, an denen Terroranschläge stattfanden – und auf der Website von »Mikail Mikail« mit der Aufforderung zum Protest zum Download bereit gestellt.

Jetzt ist das Vexierspiel erneut in die Realität über gesprungen: mit dem Protest israelischer Frauen, die sich nackt mit der ägyptischen Bloggerin und Kunststudentin Aliaa El Mahdi solidarisierten, die, nur mit roten Lackschühchen und Schleife im Haar, im Netz gegen sexuelle Unterdrückung posiert hatte – und entzürnte Proteste, Todesdrohungen und eine Anzeige der Islamisten erntete. Auf dem Foto, das gerade um die Welt ging, halten die Israelinnen das Plakat in die Kamera.


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