SXSW, Tag 1: Innovation happens when people are having fun!

11. März 2011 SXSW, Austin, Texas. Die South By Southwest (SXSW) hat sich seit ihrem 25 jährigen Bestehens von einer Insider-Veranstaltung inzwischen zu der festen Größe der Musik-, Film- und Interactive-Branche entwickelt. Immer wieder gab es hier erstmals weitreichende Innovationen, unter anderem Twitter oder Foursquare. Welche Innovation wird dieses Jahr besonders einschlagen? Arne Kittler, Director

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Foto: Charles Ramirez Berg

11. März 2011 SXSW, Austin, Texas. Die South By Southwest (SXSW) hat sich seit ihrem 25 jährigen Bestehens von einer Insider-Veranstaltung inzwischen zu der festen Größe der Musik-, Film- und Interactive-Branche entwickelt. Immer wieder gab es hier erstmals weitreichende Innovationen, unter anderem Twitter oder Foursquare. Welche Innovation wird dieses Jahr besonders einschlagen? Arne Kittler, Director Consulting bei Fork Unstable Media, berichtet für PAGE und WEAVE täglich aus Austin, Texas …

Den Interactive-Teil der Konferenz darf man sich in etwa so vorstellen wie auch deutsche Interactive-Konferenzen (etwa die next)– nur viel extremer: Fast alle der mehrere Tausend Teilnehmer haben ständig irgendein (Apple-)Gerät mit Internet-Zugang vor sich, teilweise auch mehrere gleichzeitig. Twitter ist so omnipräsent, dass keinen Hashtag mehr für die Gesamtveranstaltung gibt, sondern nur noch für jedes Panel eines (wer einmal bei Twitter nach dem übergreifenden #sxsw sucht, weiss warum). Bei Foursquare bekam ich schon am Flughafen den Super Swarm Batch für über 250 Leute an einem Ort. Eigens für die SXSW eröffnete Apple zum Verkaufsstart einen exklusiven iPad 2 Popup-Store – mit imposanten Warteschlagen selbst in den Abendstunden.

Der gestrige Konferenztag galt noch dem Aufwärmen, bevor es dann morgen für vier Tage mit mehreren hundert Panels so richtig losgeht. Die wichtigsten Themen heute: der Einfluss digitaler und insbesondere sozialer Medien auf das Marketing sowie auf Politik und Gesellschaft. Dabei schwang in vielen Vorträgen auch die Frage nach neuen Organisationsformen und Prozessen für eine zeitgemäße und zufriedene Arbeitswelt mit.

Keynote-Sprecher Tim O’Reilly prägte in diesem Zusammenhang eines der gestern am weitesten verbreiteten Zitate: »Innovation happens when people are having fun.« Recht hat er und sicherlich steht der Spaßfaktor bei der SXSW auch deshalb so weit oben auf der Tagesordnung: Überall kann man essen, trinken und komische, digitale Dinge ausprobieren. Zum Beispiel bei der Ignite Abendveranstaltung, bei der es unter anderem Eierwerf-Wettbewerbe und eigenartig schrullige Stände mit Robotik-Experimenten zum Ausprobieren gab – oder Hulahoop-Reifen, deren LEDs man per Accelerometer ansteuern konnte.

Ob Agenturen in Sachen Experimentieren und Ausprobieren mehr wie Software-Unternehmen denken sollten, diese Frage stand auch bei der Diskussionsrunde der Abendveranstaltung im Mittelpunkt. Die lebhafte Runde mit Leuten aus den Google Innovation Labs, von DDB Tribal und der Barbarian Group diskutierte zum Beispiel die Frage, ob und wann Unternehmen reif für agilere Vorgehensweisen im Marketing seien? Das Ergebnis: Es wird noch dauern, bis Unternehmen so weit sind. Und Agenturen müssen diese Entwicklung als längerfristiger Prozess begleiten, sobald die Unternehmen so weit sind.

Fest steht jedenfalls, dass sich Marketing mit digitalen Medien immer mehr um iterativen Content für längerfristig ausgelegte Plattformen drehen muss – und nicht um kurzlebige Kampagnen. Dies gilt auch, wenn die Budgets wie so oft noch an den Kampagnen hängen und Plattformen wie Nike+ nur von wenigen Unternehmen explizit mit einem angemessenen Budget bedacht werden – obwohl sie dem Unternehmen wesentlich längerfristiger und im Idealfall auch glaubwürdiger nutzen.


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