Krise vorbei? Laut GWA steht die Werbebranche vor dem Aufschwung

Die Werbe- und Kommunikationsbranche hat sich vom Gröbsten erholt. Das suggeriert zumindest der GWA Herbstmonitor, den der Verband zweimal jährlich herausgibt. Der aktuellen Erhebung zufolge rechnen Agenturen für das Geschäftsjahr 2010 mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 6,2 Prozent.



Die Werbe- und Kommunikationsbranche hat sich vom Gröbsten erholt. Das suggeriert zumindest der GWA Herbstmonitor, den der Gesamtverband Kommunikationsageturen GWA zweimal jährlich herausgibt. Der aktuellen Erhebung zufolge rechnen Agenturen für das Geschäftsjahr 2010 mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 6,2 Prozent.

Damit korrigiert der Verband seine Prognosen – im Frühjahrsmonitor hatte er noch Erwartungen von 3 Prozent Umsatzwachstum gemeldet. Auch die Renditensteigerung hat sich laut der Erhebung positiv entwickelt: Während die Befragten vor einem halben Jahr noch mit einer Steigerung von 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr rechneten, geben sie jetzt erwartete 31 Prozent an. Grund dafür sind offenbar nicht nur gestiegene Umsätze, sondern auch gesunkene Kosten der Firmen. Bei der Mehrheit der Agenturen haben diese demnach abgenommen, bei 31 Prozent seien sie gleich geblieben. 34 Prozent der Befragten gaben an, ihre Kosten erhöht zu haben. Während die Reduktionen vor allem im Bereich Reisekosten lagen, haben zumindest 64 Prozent der Befragten nach eigener Aussage in ihr Personal investiert. Dass 47 Prozent der Agenturen mehr und 15 Prozent gleich viele Mitarbeiter haben wie zum selben Zeitpunkt in 2009, bedeutet jedoch auch, dass 38 Prozent, also mehr als ein Drittel der Befragten, ihre Teams verkleinerten.

Ohnehin relativiert sich der schöne Schein des GWA Herbstmonitors, wenn man bedenkt, dass gerade einmal 74 der insgesamt 116 Verbandsmitglieder an der Erhebung teilgenommen haben. Es ist gut möglich, dass gerade diejenigen, bei denen es aktuell nicht so gut läuft, ihre Stimmen eher zurückhalten.

Nichtsdestotrotz: Die Werbebranche ist in Bewegung. Veränderungen zeigen sich etwa deutlich in den Aufgabenbereichen der Agenturen. Während klassische Werbung und Sponsoring an Bedeutung verlieren, sehen fast alle befragten Kommunikationsexperten (93 Prozent) ihre Schwerpunkte künftig im Online-Marketing und im E-Commerce. Ein Drittel spricht zudem den Themen Branding und Markenführung steigende Relevanz zu.

Fotocredit: © S. Hofschlaeger / pixelio.de


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