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Coronakrise: Das müssen Freelancer jetzt wissen

Gestoppte Projekte, ausbleibende Aufträge, unbezahlte Rechnungen: Freiberufler sind wirtschaftlich besonders schwer betroffen von der Corona-Pandemie. Wo sie jetzt Hilfe finden.

Coronakrise: Wichtige Infos für Freelancer

Die Messe- und Veranstaltungsbranche hat es zuerst getroffen, jetzt bekommen es auch andere kreative Gewerke zu spüren. Unternehmen ziehen wegen der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung ihre Aufträge zurück oder erteilen sie gar nicht erst, manche Rechnungen können schon nicht mehr bezahlt werden. Alle befinden sich in Schockstarre, keiner weiß so richtig, wie es weitergehen soll.

Wir haben offizielle Quellen zusammengestellt, wo ihr aktuelle Informationen und Hilfestellungen findet. Wichtig ist in diesen Zeiten vor allem: Zusammenhalten! Tauscht euch untereinander aus – gerne auch mit uns via Kommentarfunktion oder auf unserer Facebook-Seite.

Um die Auswirkungen von Corona auf die Kreativwirtschaft zu erfassen und auf dieser Basis Forderungen an die Politik zu stellen, läuft derzeit eine bundesweite Umfrage. Bitte nehmt teil!

Berufsverbände

Der Berufsverband der Kommunikationsdesigner BDG hat eine ausführliche Linkliste zusammengestellt, die unter anderem Verweise auf die Informationen der einzelnen Bundesländer umfasst. In einer BDG-Facebook-Gruppe tauschen sich die Mitglieder zudem untereinander aus und Experten beantworten Fragen. Der Verband erfasst in seinem Branchenmonitor auch fortlaufend die aktuelle Situation, um entsprechende Forderungen an die Politik stellen zu können.

Die Allianz Deutscher Designer AGD veranstaltet Webkonferenzen zum Thema und stellt sie kostenlos online. (Hier unsere Zusammenfassung vom 20. März.) Auf einer Überblicks-Seite sammelt sie Informationen und Links zum Thema »Hilfe bei Corona«.

Der Verband der Gründer und Selbständigen Deutschland VGSD hat einen Beitrag zu den Rechten von Selbständigen im Falle von Quarantäne online gestellt.

Die Ver.di-Fachgruppe VS Verband deutscher Schriftsteller und Schriftstellerinnen hat eine Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffenden veröffentlicht.

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft hat eine Übersicht über Hilfsmaßnahmen von Bund und Stadt erstellt sowie den Silberstreifen Award für Kreativschaffende ausgelobt.

Nicht für Freelancer, sondern Agenturen, aber hilfreich ist auch die Übersicht vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA.

Um realitätsnahe Lösungen und Forderungen an die Regierung formuliern zu können, befragt der Deutsche Designtag Kommunikations- und Designagenturen mit über 9 Mitarbeitern.

Weitere Quellen und Anlaufstellen

Die Künstlersozialkasse hat aktuelle Hinweise für ihre Versicherten und ergänzt sie laufend.

Die Personalvermittlung Designerdock gibt Tipps für Förderprogramme auch über Corona hinaus.

Die Freelancer-Plattform Projektwerk gibt eine Übersicht über finanzielle Unterstützungen, Ausfallhonorare, Kredite usw.

Das Online-Versicherungsportal exali hat die wichtigsten Infos für Selbständige und Freelancer zusammengestellt.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bündelt hier Informationen für Soloselbständige, Freiberufler und kleine Unternehmen bis zehn Beschäftigte.

Die Plattform Creative City Berlin gibt Hilfestellung für Künstler und Kreative in der Hauptstadt.

Sammlung von Infos zu Soforthilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland.

Petitionen und Hilfsaktionen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbständigenverbände hat eine Petition auf den Weg gebracht, in der sie eine Verlängerung der Soforthilfen für Selbständige fordert.

Auf openPetition ist die Petition »Hilfen für Freiberufler und Künstler während des Corona-Shutdowns« mit über 290.000 Unterstützenden abgeschlossen worden.

Die Crowdfunding-Plattform startnext hat eine Hilfsaktion für Kreative und Gründerinnen gestartet, bei der man sich mit Hilfsprojekten bewerben kann.

Die Plattform 2gather.jetzt ist Anlaufstelle für kleine Unternehmen und Freiberuflerinnen. Sie will den Zusammenhalt in Krisenzeiten fördern.

PAGE informiert euch regelmäßig

Natürlich liefern auch wir euch regelmäßig Artikel zum Thema – zum Beispiel in diesem Interview mit Boris Kochan und Christina Büning.

In PAGE 7.2020 mit den Themen »Restart: Wie Kreative die Corona-Krise zu ihrer Chance machen können«, »Rethink: Agenturen im Umbruch« und »Remote: Workshops und Designsprints«.

In PAGE 8.2020 mit den Themen »Blick nach vorn: Auftragsakquise und Selfmarketing«, »Kreativ in der Krise: Geschäftsmodelle umdenken« und »Trends in Corona-Zeiten«.

Falls ihr noch andere Aktionen, Plattformen oder Links zum Thema kennt, teilt sie gerne in den Kommentaren!

Dieser Beitrag ist erstmals im März 2020 erschienen und wird fortlaufend aktualisiert.

Produkt: PAGE 04.2020
PAGE 04.2020
Designsysteme entwickeln & lebendig halten ++ Freelancing: Honorare, Akquise, Trends ++ CD/CI: Branding mit Schrift ++ Trauer & Tod in digitalen Zeiten ++ Making-of WebXR: Interaktives VR-Musikvideo ++ Kreativszene Vancouver ++ Extra-Booklet: Aus- und Weiterbildung

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Akademische Arbeisgemeinschaft hat für Selbstständige ein kostenloses E-Book mit allen staatlichen Hilfen zusammengestellt – von den Krediten der KfW über steuerliche Erleichterungen bis hin zu Soforthilfen in der Sozialversicherung:
    https://www.steuertipps.de/shop/literature/coronakrise
    Dieses wird ständig aktualisiert und erweitert!

  2. Hallo Paul,
    wir sind ein Fachmagazin für die Designbranche und können dir daher leider nicht weiterhelfen. Vielleicht findest du direkt beim BMWi hilfreiche Informationen: https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Home/home.html.

  3. Guten Morgen, finde es toll das Sie sich um uns Freelancer kümmern. Ich finde nur nichts zu meiner, vielleicht etwas, speziellen Situation.
    Ich arbeite, um meine Rente aufzubessern, als Fahrzeug überführer, mein durchschnittliches Nettoeinkommen in 2019 belief sich auf 650€ monatlich. In diesem Jahr ist durch die z.Zt bestehender Krise mein monatliches Einkommen eingebrochen. So wie es sich darstellt liegt mein Einkommen in den ersten drei Monaten 2020 bei ca. 300€ Nettoeinkommen monatlich, ich werde pro Tour bezahlt durch die covit19 Epidemie ist das leihwagen Geschäft eingebrochen. Habe ich die Möglichkeit von irgendeiner Seite hilfe zu bekommen um meinen Verdienstausfall zu kompensieren?
    Für Informationen wäre ich sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Paul Herbertz

  4. Hinweis: Auch bei uns gibt es eine lange Linkliste mit unzähligen Tipps, Hilfen und Links für Selbstständige und Unternehmer: https://startupwissen.biz/coronavirus-infos-tipps-hilfen-startups-selbststaendige/

    Diese wird gerade mehrmals pro Tag aktualisiert.

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