ADC-Auftakt in Frankfurt

© PIA Stadt Frankfurt am Main, Foto: Tanja Schäfer

Monatelang hatte die Frankfurt-Fraktion im Art Directors Club für Deutschland darauf hin gearbeitet, gestern Abend war es so weit: Der Kreativ-Verein feierte den Auftakt zu seinem alljährlichen Festival in der Mainmetropole.



© PIA Stadt Frankfurt am Main, Foto: Tanja Schäfer

Monatelang hatte die Frankfurt-Fraktion im Art Directors Club für Deutschland darauf hin gearbeitet, gestern Abend war es so weit: Der Kreativ-Verein feierte den Auftakt zu seinem alljährlichen Festival in der Mainmetropole. Nachdem die Juroren bereits seit Mittwoch damit beschäftigt waren, die Einreichungen zu sichten und zu bewerten, eröffnete Vorstandssprecher Jochen Rädeker den Gipfle der Kreativität gestern Abend nun auch offiziell. Los ging es mit einem Empfang über den Dächern von Frankfurt, namentlich in Adi Goldmanns Long Island Rooftop Bar. Da diese Veranstaltung allerdings nur Medienvertretern, ADC-Mitgliedern und geladenen Gästen vorbehalten blieb, traf man sich anschließend im Nu Soul, dem Club der hiesigen Agentur Saatchi & Saatchi. Hier gaben diverse selbst ernannte DJs ihre Sounds zum besten – darunter ein Team von Massive Music in Amsterdam, ADC-Vorstand Marc Wirbeleit mit dem Werbefilmer Bulle Berndt, die Frankfurter Jungdesigner Herren der Schöpfung (siehe aktuell PAGE 06.2010) oder die Agenturchefs von Lukas Lindemann Rosinski alias DJ Illumanski. Laut Angaben des Veranstalters kam am gesamten Abend die beachtliche Anzahl von 1100 Gästen zusammen.

Am heutigen Freitag ging es seriöser weiter. Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth eröffnete die ADC-Ausstellung in der Messe, darüber hinaus standen den Festival-Besuchern drei Veranstaltungsreihen an unterschiedlichen Locations zur Auswahl. Im Museum für Angewandte Kunst widmete sich das Programm den Themen Design und Freie Künste, in den Greentowers der Deutschen Bank sprach man im Baustellen-Ambiente über Architektur und im Schauspiel ging es ums Storytelling. Hier traten wohl auch die öffentlichkeitswirksamsten Redner auf. Zum Einen erzählte Modedesigner Paul Smith in einem sehr symapthischen Vortrag von seiner Arbeit und davon, wie einfach es eigentlich ist, aufmerksamkeitsstarkes Design mit dem geldbringenden Alltagsgeschäft zu vereinen: Den pinken Anzug, der auf dem Cover der Modemagazine zu sehen ist, gibt es im Laden eben auch in dunkelblau oder schwarz. Ein wenig selbstgenügsam wirkte dagegen Wladimir Klitschko. Er war geladen worden, um mit den ADC-Vorständen Dörte Spengler-Ahrens und Stephan Vogel über kreative Taktiken und die Marke Klitschko zu diskutieren. Zugegeben, reden kann der Boxer – am liebsten über sich selbst. Prägnantestes Zitat: Der Gegner hat keine Chance. Klitschko hebelt, so sagt er selbst, alle aus, die ihm im Weg stehen. Und wenn er Werbung macht, dann nur für Produkte, die zu ihm passen und die – aha – authentisch sind. Leider haben die Moderatoren ihn nicht gefragt, wie oft Herr Klitschko eine Milchschnitte isst.

Der heutige Abend gehört dem Nachwuchs, morgen findet im Rahmen des ADC Festivals der Future Congress sowie die Preisverleihung des Hauptwettbewerbs statt. Weitere Informationen gibt es unter www.adc.de.


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