Porträt: Ole Häntzschel, Grafikdesigner

PAGE gefällt …: die großartige Infografik von Ole Häntzschel, der mit Äpfeln und Erdbeeren die Weltwirtschaft erklärt oder ein Grün-o-Gramm samt der Silhouette von Joschka Fischer erstellt.



PAGE gefällt …: die großartige Infografik von Ole Häntzschel, der mit Äpfeln und Erdbeeren die Weltwirtschaft erklärt oder ein Grün-o-Gramm samt der Silhouette von Joschka Fischer erstellt.

Name Ole Häntzschel

Location Berlin

Web olehaentzschel.com

Start Unzählige Kritzeleien und Comics seit der Kindheit, parallel dazu öfters die Gefahr, wegen Mathe durchzufallen. Zahlen und Daten interessant zu finden, begann also erst viel später. In der Uni (UdK Berlin) habe ich begonnen Daten zu visualisieren. Meine Karriere habe ich mit den Deutschlandkarten für das ZEIT Magazin begonnen. Die Herausforderung bestand darin, jede Woche aus einem immer gleichen Rahmen etwas Neues, Ungewöhnliches zu gestalten. Ich habe die Deutschlandkarten etwa ein Jahr gestaltet. Danach hat der Zeit-Magazin-Redakteur der Deutschlandkarten, Matthias Stolz, vorgeschlagen, gemeinsam ein Buch zu machen, dass ausschließlich aus Infografiken besteht. Es macht mir Spaß vermeintlich trockenen Zahlen in ästhetisch ansprechende Infografiken umzusetzen.

Stil Meistens Vektoren. Manchmal von Hand gezeichnet. Illustrativ, unkonventionell und ironisch. Im besten Fall: charmant.

Lieblingsmotive Alles außer Hände.

Technik Bei mir geht es meistens um die Visualisierung von Daten oder Zusammenhängen. Es beginnt normalerweise mit einem langweiligen Excel-Dokument vom Kunden. Von da an kann es nur besser werden. Herkömmliche Balken- oder Tortendiagramme sind in der Regel tabu. Die Grafiken müssen die Daten auf verblüffende Art interessant machen und ihnen eine eigene Aussage geben. Sie müssen verständlich sein und zugleich unterhalten. Ziel ist, den Betrachter zu überraschen, aber auch nachdenklich zu machen. Ob das gelingt, hängt natürlich auch von den Inhalten ab. Mir fallen oft tolle Ideen für die Umsetzung ein, die dann aber in der Praxis zu kompliziert sind um sie als Betrachter zu verstehen. Langweilige Ideen hingegen versteht man oft sofort. Es hilft immer sehr, als Test anderen die Entwürfe zu zeigen. Ich skizziere viel auf Papier. Das meiste entsteht aber am Computer.

Inspiration Es ist wichtig, neugierig zu sein, viel in der eigenen Umgebung wahrzunehmen und sich auf Erfahrungen einzulassen. Der Besuch einer Kunstausstellung und ein Mittagessen an einer schäbigen Imbissbude können auf gleiche Weise inspirieren.

Kunden ZEIT Magazin, Geo Special, Fluter, 11 Freunde, NZZ Folio, ART Magazin, Der Freitag, Enorm, Droemer-Knaur-Verlag

Agent Keiner

Foto: Verena Brandt


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