ADC Awards 2017: Social und Tech stehen hoch im Kurs

Nachdem im vergangenen Jahr überraschend viele Print-Arbeiten unter den Top-Gewinnern waren, sind die Abräumer in diesem Jahr wesentlich digitaler – und viele haben einen sozialen Aspekt.



Zum ersten Mal in der Geschichte des ADC Wettbewerbs wurden in diesem Jahr mehrere Grands Prix vergeben. Von fünf möglichen (für jede Oberkategorie eine), gab es tatsächlich vier. Nur in der Kategorie Kommunikation im Raum gab es keine Höchst-Auszeichnung.

Unbekannte sind wahrlich nicht und den Top-Arbeiten – aber so ist das eben, wenn Projekte einfach durch die Bank überzeugen. Hier sind die diesjährigen Grands Prix-Gewinner:

  • Digital: Das Game Sea Hero Quest von Saatchi & Saatchi London für die Deutsche Telekom

 

  • Design: Die Braille-Smartwatch DOT (siehe Bild oben) von Serviceplan

 

  • Werbung: Die Social-Kampagne »Check it before it’s removed« für Pink Ribbon von DDB Germany

 

Jury-Chairman Erik Spiekermann über die Auswahl:

»Die vergebenen Grand Prix strahlen über die Kategorien hinaus. Wenn es um kreative Exzellenz geht, spielen die Kategorien keine Rolle mehr.«

In seiner Tätigkeit als Chef-Juror besuchte er alle Jurys bei ihren Sitzungen im Millerntor-Stadion, lief sich dabei Blasen an die Füße und lobte die Kollegialität.

Mit der eindeutig digitalen Ausrichtung von drei Grand-Prix-Arbeiten wird der ADC in diesem Jahr seiner Marschrichtung gerecht: Sowohl beim ADC Junior Kongress am Mittwoch als auch beim Fach-Kongress am Donnerstag standen die erfolgreiche Paarung von Kreativität und Technologie im Mittelpunkt.

ADC-Präsident Stephan Vogel las dem gesamten Land die Leviten und prangerte in einer mit Zahlen überladenen Keynote die Technik-Feindlichkeit der Deutschen an – leider ohne optimistische »Let’s do it!«-Abschlussnote.

Dafür sorgte im Anschluss Anomaly-Mitgründer Johnny Vulkan, der zu den Klängen der Star-Wars-Musik auf die Bühne schritt (ein Tipp von seinen Kindern) und dem Kreativ-Publikum sagte, dass es eben nicht in den »worst of times« lebe sondern in den »best of times«. Er rief dazu auf, sowohl die Definition von Kreativität als auch Media zu erweitern – also out of the box zu denken statt in engen Werbe-Kategorien. Genau das haben die Macher der meisten Top-Gewinner des ADC Wettbewerbs getan.

Die Top 10

Neben den Grand Prix gibt es auch wieder die Top-10-Liste der Arbeiten mit den meisten Punkten:

10. »Audi Sport  – Rodeo«, loved

 

9. FDP-Kampagne »German Mut«, Heimat (Dazu gehört unter anderem das Plakat »Dear start-ups, keep calm and move to Berlin«, das die Partei nach dem Brexit-Votum durch London fahren ließ.)

8. smart »The most open test drive«

 

7. Deutsche Telekom »Sea Hero Quest«, Saatchi & Saatchi London (siehe oben)

6. Volkswagen »Lachende Pferde«, Grabarz & Partner

 

5. Pepsi »Iconic Moments«, BBDO

 

3a. Die Lichtshow zur Eröffnung der Elphilharmonie, Jung von Matt (Die Ausnahme von der Award-Pause in diesem ungeraden Jahr hat sich also gelohnt.)

3b. DOT »The first Braille smartwatch«, Serviceplan (siehe oben)

2. Pink Ribbon »Check it before it’s removed«, DDB (siehe oben)

1. Hornbach »Du lebst. Erinnerst du dich?«. Ausgezeichnet wurde die gesamte Kampagne. Hier der Film:

 

 

Die Junior Nägel

ADC Studentin des Jahres wurde Chiara Grabmayr von der HFF Hochschule für Fernsehen und Film München für den großartigen und furchtbar traurigen Film »Moonjourney«.

 

Als ADC Absolvent des Jahres wurde Johannes Nathow von der Fachhochschule Bielefeld für die Arbeit »Das Lebendige Plakat« ausgezeichnet.

 

ADC Rookie des Jahres wurde Fridtjof Vieth von der Agentur Kolle Rebbe für seine Arbeit Netflix Narcos »Die Jagd auf Pablo«.

 

Chairwoman der Junior Jury war in diesem Jahr Elke Klinkhammer, CCO McCann Worldgroup Germany.


Mehr zum Thema:

Alle Gewinner finden Sie in Kürze unter gewinner.adc.de.

Das waren die Gewinner 2016

Das waren die Gewinner 2015

Das waren die Gewinner 2014

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