Exklusiver erster Blick: TDC 2014 – Part 2

Wir stellen die 209 Gewinner, die der Type Directors Club 2014 in New York prämiert hat, exklusiv vor. Im zweiten Teil unserer Reihe: Schrift, die in die Tiefe rauscht, zu Schleifen gedunden wird und verwoben ...



 

Den Blick zurück, den das bekannte London-stämmige Studio Brighten the Corners in ihrem Buch I used to be a design student auf die Ausbildung und Karriere von 50 Designern warf (studentische Designsünden und Erkenntnisse, dass sie heute im Schnitt fünf Kilo mehr wiegen inklusive), gefiel dem Type Directors Club 2014 ebenso wie die Weihnachtsbox samt Grußkarte, die Concrete Design Communications aus Toronto, Kanada, für ihre Kunden entwarfen. Die Box selbst überzogen sie mit weißer Schrift, während der Zellstoff mit dem die Flaschen geschützt waren, zur Grußkarte wurde, bedruckt mit den Namen aller Mitarbeiter der Agentur.

Ganz anders ging die japanische Grafikdesignerin Hiroko Sakai von Coton Design mit Typografie um und verwebte sie für das Textilunternehmen Poilu, während der Istanbuler Gary Gencer für das Poster des Sachbuchs Why Nations Fail der Ökonomen Daron Acemoglu und James A. Robinson, Wolkenkratzer auf den Kopf stellte und Buchstaben in die Tiefe rauschen liess – und das deutsche Hello Yellow Studio für die Siebdruck-Kollektion Screaming Surface den Satz It’s like a Jungle sometimes auf experimentell illustrative Weise umsetzte und Typografie und Illustration miteinander verband.

 

Experimentell ging auch Dave Towers für das britische Magazin Circle vor, das sich, unterstrichen von einer Punk-Attitüde, an Kreative wendet und für das er ein Interview mit dem Regisseur Tony Kaye Wort für Wort abdrucken ließ und die Spalten dazu so setzte, dass sie dessen Namen ergeben. Auf Bilder und andere Details wurde dabei komplett verzichtet und es lebt ganz durch den Wortsatz und die Typografie.

 

Ganz wie in den Arbeiten von Jessica Hische, die zwischen Brooklyn, New York und San Francisco pendelt und bekannt ist für ihre »Schleifen«-Schriften mit denen sie Buchcover und Plakate zu Bildern werden lässt, wie auch den neuen »Songreader« des Musikers Beck. Für die Cover einer Buchreihe von Penguin hingegen, hält sie die Schrift eher schlicht, setzt ganz auf Farbe und Illustrationen, in denen sie – abstrakt und um die Ecke gedacht – den Roman auf ihre eigene Weise interpretiert.

 

 




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