Serifenlose Peter

Philip Lammert gründete jetzt die Typefoundry Calligrafiction. Seine erste Schrift ist die Neo-Grotesque-Familie Peter.



 

 

Die Calligrafiction Type Foundry veröffentlichte vor wenigen Tagen mit der Schriftfamilie Peter eine Neo-Grotesque Sans, die gleichzeitig das Debut der Foundry darstellt. Schriftgestalter und Type-Foundry-Gründer Philip Lammert, der an der HAW Hamburg Kommunikationsdesign M.A. mit Schwerpunkt Schriftgestaltung bei Prof. Jovica Veljović studiert, unterbrach die Vorbereitungen zu seiner Masterthesis, um den anfänglich einfachen Entwurf der Peter zu einer umfangreichen Textschrift auszubauen.

Die Schriftart ist für 225 Euro auf MyFonts.com erhältlich in acht Strichstärken von Thin bis Heavy, jeweils mit Kursiver und je 600 Zeichen, inklusive Kapitälchen, verschiedenen Zahlensätzen und Pfeilen.

Während Philip Lammert seine Masterthesis vorbereitete, dachte er über ein Logo für Calligrafiction nach. Am naheliegensten und langweiligsten sei wohl ein Pinsel-Lettering, dachte er. Also fing er an, einen neutralen, statischen Entwurf zwischen Helvetica und Arial zu zeichnen.

Nach und nach fügte er dem Design Verweise auf den kalligrafisch-dynamischen Ursprung von Schrift hinzu. Peter ist eine rationale Grotesk mit klaren, statischen Grundformen. In ihren Details zeigt sie aber deutliche Verweise auf die Traditionen humanistischer Schriftgestaltung. Die Peter orientiert sich an der vertikalen Metrik der Helvetica. Konzeptuell stellt sie eine harmonische und frische Alternative der Arial dar. Sie funktioniert sowohl in Fließtext- als auch in Display-Schriftgraden. Und sie sieht sich gerne einer Barock-Antiqua gegenübergestellt.




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