Schrift des Monats: Eskapade

Eine zeitgemäße Fraktur schuf Alisa Nowak mit der Eskapade.



Ich finde es immer wieder großartig, wenn sich junge Typedesigner mit alten Schriften auseinandersetzen. Alisa Nowak, die an der Fachhochschule Düsseldorf Visuelle Kommunikation studierte und jetzt in Nordfrankreich lebt, beschäftigte sich mit alten gebrochenen Schriften, vor allem der Fraktur.

Ihr Ziel war es, diese Formen in eine zeitgemäße Schrift zu übertragen. Das ist ihr mit der Eskapade Fraktur gelungen.

Sie konzipierte die Type zum einen für Fließtexte, also mit speziellem Augenmerk auf der Lesbarkeit in kleinen Größen. Zum anderen bietet sie sich natürlich für Headlines, Logos oder Verpackungen an, da die Mischung aus runden und geraden Formen für Aufmerksamkeit sorgt.

Eskapade Fraktur hat etwas mehr Kontrast und wirkt etwas schwärzer als ein durchschnittlicher Regular-font. Ungewöhnlich ist der Italic-Schnitt, es gibt nur sehr wenige Frakturschriften, die über eine echte Kursive verfügen. Vor allem die Versalien der Eskapade Fraktur Italic sind von der Sütterlin Schrift beeinflusst, die wir Deutschen von 1915 bis 1941 geschrieben haben.

Und damit sich mit der Eskapade auch wirklich ausgefallene Gestaltungen realisieren lassen, stattete Alisa Nowak ihre Familie zusätzlich zu den Standard Versalien mit einer dekorativen Variante aus, die mit ihren doppelten Strichen eher an alte Frakurschriften erinnern.

Noch mehr über die Entstehungsgeschichte der Eskapade kann man auf Alisa Nowaks Website – auf der die Schrift auch zum Einsatz kommt – nachlesen, leider nur auf Französisch.

Kaufen kann man Eskapade für 59 Euro bei Type Together.


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