Neue Schrift für VW

Mehr Evolution als Revolution ist die von Metadesign entwickelte neue Hausschrift für den Volkswagen Konzern.



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Nach und nach wird die neue Schrift, die Metadesign und der Typedesigner Hannes von Döhren entwickelten, im Unternehmen eingeführt.

Statt der seit 1997 verwendeten VW Headline, die auf Paul Renners Futura basiert kommt jetzt die weniger geometrische Volkswagen Head zum Einsatz. Textschrift ist nun die serifenlose Volkswagen Text, die die bislang eingesetzte Serifenschrift Utopia ablöst. Insgesamt wirkt die neue Schriftfamilie modern und dynamisch, dabei aber nicht zu technisch. Und ist natürlich herrvoragend lesbar, auch in kleinen Graden.

Zeit für diese typografische Weiterentwicklung war es allemal. So kam im Web bislang immer noch die Arial zum Einsatz. Damit ist nun Schluss, denn logischerweise gibt es die VW-Familie, die ohnehin für die Nutzung in digitalen und mobilen Medien optimiert ist, auch als Webfont.

»Excellent for dash, but brand ID?« fragt Stephen Coles von typographica.org auf Twitter und zwitscherte weiter: »VW’s new typeface is functional but boring. In today’s conservative auto industry most cars are made that way too.«

Er hat natürlich Recht, die wenigsten VW-Kunden werden den Schriftwechsel überhaupt bemerken. Aber die Intention war ja nicht, eine revolutionäre neue Hausschrift einzuführen, sondern typografisch endlich moderner und medienübergreifend zu agieren.

Durch die verstärkt digitale Gestaltung der Cockpits wird Schrift auch innerhalb der Autos immer wichtiger. Zum ersten Mal wird nun bei VW dieselbe Schrift sowohl in der Kommunikation – und zwar auf allen Kanälen – als auch in den Autos selbst verwendet – und das ist dann ja doch beinahe eine kleine Revolution.

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