Flanieren von Wort zu Wort: Hundert Hunde

Das Kinderbuch »Hundert Hunde«, das Kerstin Inga Meyer für den Aladin Verlag entwarf, ist komplett typografisch.



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Kerstin Inga Meyer, die mit drei Freunden in Hamburg das Büro Klass betreibt,  setzt auf das Wort, auf die Ästhetik einzelner Buchstaben, das Flanieren von Wort zu Wort, das sowohl visuell wie inhaltlich funktioniert und zeigt, dass weniger durchaus mehr ist.

In einer Installation an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg präsentierte sie bereits ihre typografischen »Spaziergänge«, in der sie aus Wörtern Wege von Gedanken zu Gedanken, durch die Zeit und das Lesen vorgab, jetzt brachte sie ein Kinderbuch heraus, dass auf ein ähnliches Prinzip setzt.

Aus der Erfahrung, dass Kinder sich, gerade wenn sie Lesen und Schreiben lernen, sehr für die einzelnen Buchstaben interessieren, für verschiedene Schriften und auch für den Sinn ihrer Unterschiede, entwickelte sie das Buch Hundert Hunde, das man gleichzeitig auch aufhängen kann.

Ganz in Gill Sans Pro Condensed gehalten, da diese in ihrer Schlichtheit, Klarheit und Freundlichkeit optimal ist, wie Kerstin Inga Meyer sagt, verbindet sie lose Wortketten zu Geschichten – und dabei folgen die Buchstaben einem Farbkonzept, das auf die Ähnlichkeit einzelner Wörter und auf die Ästhetik der Buchstaben ausgelegt ist.

Ganz auf die Typografie konzentriert, erzählt es nicht nur von Hundert Hunden, sondern vor allem auch von der Faszination von Geschichten selbst, die zwischen den einzelnen Wörtern in den Zwischenräumen entstehen und von Buchstaben, die sich zu ganzen Welten verbinden.

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