Der Type Directors Club hat entschieden! Das Best-of Type & Design 2016 – Teil 3

Wir zeigen exklusiv, was der Type Directors Club New York in diesem Jahr auszeichnete. Dazu gehört eine Typo-App ebens wie ein Plakat, das nach den Attentaten in Paris entstand – und die gefeierte Ausstellung Anschlag Berlin, die bald auch live zu sehen ist.



Studio Lindhorst Emme – Gemeinschaftsbildende Maßnahmen

Durch verschiedene Genre bewegen sich die Gewinnerarbeiten des Type Directors Club 2016 – vom Identiy Design über Publikationen zu Apps, Installationen und Packaging Design.

Einen besonderen Katalog gestaltete die New Yorker Fotografin Catalina Kulczar für Contemporary Color, ein Performance Festival, das David Byrne initiierte. Der Talking Heads Sänger lud dazu Performancekünstler und Musiker ein und Kulczar fotografierte die Künstler und die Teams.

Im leuchtenden Rosa und mit Illustrationen, die zum Teil auf ihren Fotos basieren, entstand eine Publikation mit Informationen, Künstlern und einem Plakat. In drei Farben ist das Buch »wie in ein Kostüm gesteckt« erklärte Kulczar und ließ sich dabei von der farbenfrohen Welt des Festivals, des Glitters, der Kunst und der unterschiedlichen Perspektiven inspirieren, die auch die holografische Folie visualisiert, mit der das Cover versehen ist.

Für die Bio-Milch der kalifornischen Straus Family Creamery entwickelte der Gestalter Chin I Lee aus San Francisco ein Packaging Design, das so wunderbar schlicht wie frisch ist. Die Pfandflaschen versah er dabei mit den Farben Rot, Grün und Blau, die für die verschiedenen Fettstufen der Milchsorten stehen.

Ekstasy Type Club heißt das Projekt des Designers und Entwicklers Dae In Chung, eine Typografie-App und Installation, die sich auf die Elastizität und Reaktionsfähigkeit von Schrift konzentriert. Da Schrift auf einem Bildschirm mit den Lesern interagieren kann, nimmt sie im Ekstasy Type Club immer neue Formen an und kreiert einen besonderen räumlichen und zeitlichen Rhythmus.

Für die Papier15, eine Kunstmesse für Arbeiten auf Papier in Montreal, entwickelte Jolin Masson ein Erscheinungsbild, das alle der teilnehmenden 40 Galerien repräsentiert. Dafür spielte der Grafikdesigner mit einem weißen leeren Blatt Papier, das er auf verschiedene Art und Weisen faltete, bog, übereinanderlegte – und das auf leuchtenden Grundfarben.

Anschlag Berlin nennt sich die Ausstellung zeitgenössischer Plakatkunst, die ein Who is Who der Branche versammelt. Die Schau war der Liebling des Schweizer Festivals weltformat und ist vom 13.5. bis zum 22. Mai im Direktorenhaus in Berlin zu sehen. Preisgekrönt wurde die Schau, die 100 Arbeiten von Berliner Gestaltern wie Eike König, Cyan, HeSign, Ruddigkeit, Studio Lauke Siebein oder Ariane Spanier zeigt, bereits auf dem ADC Festival und bei 100 beste Plakate. Der Katalog zur Ausstellung, der die Poster-Schätze beinhaltet (siehe oben), gehörte jetzt ebenfalls zu den Gewinnern des TDC. Sven Lindhorst-Emme und Fons Hickmann, die die Ausstellung auch kuratierten, haben ihn gemeinsam mit Loana Boppart gestaltet.

Auf die Terroranschläge in Paris reagierte der Grafikdesigner Mohammad Sharaf aus Kuwait, der in New York lebt, mit einem Plakat in seiner Serie Visual Reactions. Damit kommentiert er die Anschläge, die in derselben Woche in Paris, Syrien, Irak und Beirut stattfanden und zeigt, dass Menschen in verschiedensten Ländern und unterschiedlichster Ethnien Opfer wurden.

Hier weitere ausgezeichnete Arbeiten des Type Directors Club 2016: Best of Type & Design 2016 – Teil 1, Best of Type & Design 2016 – Teil 2, Type Directors Club New York: Ausgezeichnete Schriften Teil 1Type Directors Club New York: Ausgezeichnete Schriften Teil 2




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