Der Type Directors Club hat entschieden! Das Best-of Type & Design 2016 – Teil 1

Wir zeigen exklusiv, was der genauso exklusive Type Directors Club New York in diesem Jahr auszeichnete. Das geht weit über Schriften hinaus und ist ein Best-of an Corporate Designs, an Plakaten, die mitten ins Auge treffen und überlebensgroßen Installationen.



Pentagram/Paula Scher – Philadelphia Explained

Was Typografie und Kommunikationsdesign alles können, zeigen erneut die Gewinnerarbeiten des Type Directors Club New York 2016. Aus 1712 Einreichungen wählte eine Jury, zu der unter anderem Darhil Crooks von The Atlantic, Robbin Schiff von Randon House, Forest Young von West SF+NY und Julia Zeltser von Hyperakt gehörten, wählten sie 378 Arbeiten aus.

Dass sie dabei die Qual der Wahl hatten zeigt, dass es dieses Jahr mehr Gewinnerarbeiten als zuvor gibt. 56% der Prämierten stammen aus den USA,  44% aus dem Rest der Welt und das aus 29 Ländern.

In den nächsten Wochen zeigen wir in einer 7-teiligen Serie ein Best-of.

Zum Start gehört das virtuose Spiel mit chinesischen Schriftzeichen dazu, das Zhang Weimin für den Creative Park F518 entwarf. Auf Postern, Einladungskarten und Einkauftaschen stellt er die Schriftzeichen auf den Kopf, lässt Formen aus Ihnen entstehen oder sie auf schlichtem Schwarz oder Weiß zu Bildern werden – und zu überlebensgroßen Bildboards auf ausgesuchten Wänden in der Metropole Shenzhen.

Im Zeitschriftenformat hingegen ist das Editorial Design der amerikanischen GQ, das ebenfalls prämiert wurde. In einer Reportage über einen fatalen Unfall verwandeln sich die Bremslichter eines Autos zu Schrift, begleitet futuristisch wirkende Typografie eine Geschichte über Roboter und – wie in der PAGE 06.2016 zu sehen – wird Countrysänger Willie Nelson, der von seinem Marihuana-Business erzählt, dabei von Pflanzentypografie umrankt.

Für eine Ausstellung in der Nationalbibliothek Kolumbiens, die das Literaturmagazin MITO feierte, entwickelten Cristina Achury und María Silva mit ihrem Studio Null. die Gestaltung, spielen dabei mit dem Titel, hangeln sich an Zeitachsen entlang und pflastern selbst den Boden mit der legendären Publikation, die zwischen 1955 und 1968 erschien.

Über die grandiose Identität, die Pentagram’s Paula Scher für das Public Theatre entwickelte und sich in der Formensprache dabei an einem Megaphon orientiert, haben wir bereits in der PAGE berichtet. Ausgezeichnet wurde Scher zudem für eine atemberaubende begehbare Karte (siehe Abb. oben), die entstand als sie Studierende der Tyler School of Art in Philadelphia aufforderte, ihre Stadt grafisch umzusetzen.

Die Wee Society hingegen konzentriert sich ganz auf das Lachen – und zwar auf das entspannte, unkontrollierte und vor allem gemeinsame von Kindern und ihren Eltern, versehen mit der Aufforderung zusammen ordentlich Spaß zu machen. Entwickelt hat es die Agentur Office aus San Francisco und ausgezeichnet wurden eine Reihe von Plakaten auf denen die Office-Kreativen ihre eigenen Lieblingswitze präsentieren.

Nur mit Schwarz und Weiß und ein paar Strichen kommen die Jon Robbins und Maddison Bradley aus, die 2013 die Initiative Typeworth starteten, die mit umwerfend schönen Postern auf die Bedeutung von Typografie aufmerksam macht. Den Kreis hingegen widmeten Fidel Peña und Claire Dawson, Kreativdirektoren beim Underline Studio, ihre Aufmerksamkeit auf als sie die Plakate für den Event Design London in Toronto entwarfen, während Federico Landini und Ray Oranges in ihrer Darstellung der vier Elemente menschlichen Lebens, Typografie und Illustration verschmelzen lassen.

Kalligrafie verwoben mit Streeart ist das Markenzeichen des New Yorker Künstlers Faust, der für Spotify Tags direkt auf die Wand malte, genauso wie es Timothy Goodman im noblen Beverly Hills tat. Zur Eröffnung des Fashionstores CuraterLA hinterließ er dort Texte aus seiner Instagram-Serie »Memories of a girl I never new«.

Einem Ozean aus Schrift hinterließen die Kreativdirektoren des MoMa New York an den Wänden der Ausstellung »Ocean of Images: New Photography 2015«: In verschwimmender Strich-Typografie auf leuchtend violetten Wänden führt er durch die verschiedenen Stationen der Schau, die Formen der Fotografie beleuchtet, Eigentumsrechte, digitales Design und Sharing.

Den zweiten Teil der Serie Der Type Directors Club hat entschieden! Das Best-of Type & Design 2016 gibt es am Montag.


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