Wie man eine Billion Farben sichtbar macht

Für die Kampagne des neuen Samsung QLED TV entwickelte die New Yorker Agentur R/GA einen Algorithmus, der die Darstellung von 1,013,837,281 Farben ermöglicht.



Quantum Dot nennt die New Yorker Digitalagentur R/GA ihre Technologie, die es ermöglicht, die volle Farbpalette des neuen Samsung QLED TV auszuspielen.

Dabei entstanden ist dieser Film, der die 1,013,837,281 Farben im Rahmen der Kampagne »Die Stimme des Lichts« sichtbar macht.

Um das gigantische Farbspektrum zu zeigen, wie es existierende Produktionsmethoden noch nicht können, schrieb R/GA eine Software, die den Kampagnenfilm überhaupt ermöglichte.

Das Besondere: Die Spezialisten entwickelten einen Algorithmus, der – im Gegensatz zu herkömmlichen Anwendungen – in der Lage ist, Farben zu zählen. Dieser Algorithmus analysiert jedes Einzelbild, ermittelt dessen Farbwerte.

Wie R/GA erklärt, »wurden die RGB Farbwerte als Vektoren zugrunde gelegt und für jeden Farbwert ein 3D-Farbraum definiert, um für alle Farben des Film einen fingerprint zu gestalten.«

War der Film gedreht, der eine Kamerafahrt durch das morgendliche Paris zeigt, musste die Farbreduktion, die in der Nachbearbeitung durch die Dateikomprimierung entstanden war, wieder ausgeglichen werden.

Dazu modifizierte R/GA den Algorithmus so, dass er die verloren gegangenen Farben ermittelte, wiederherstellte – und dabei gleichzeitig alle vorhandenen Farben des Bildschirms nutzte.

Da immer mehr neue TV-Geräte und Screens die Ausspielung immer größerer Farbbreiten in Zukunft ermöglichen werden, ist Michael Hirsch, Data Science Lead bei R/DA, überzeugt, »dass unsere Software auch über diese Kampagne hinaus wertvolle Anwendungsmöglichkeiten bietet.«

 

 


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Ein Kommentar


  1. Oliver

    Ich fürchte, ich verstehe das nicht ganz. Ein Film wird gedreht, Daten komprimiert, dann mittels Software in der Anzahl der Farben wieder erweitert, und das besondere ist, dass eine Software die Farben zählt? Das 3D- Farbmodell versucht nur Werte für Farben zu definieren, die Unterteilung könnte also noch weitaus mehr Farben definieren.
    Das menschliche Auge kann ohnehin nur ca. 20 Millionen Farben unterscheiden. Und auch ein Fernseher oder Kinoprojektion kann keine Billion Farben zeigen. Wozu sind dann also 1 oder 100 Billionen Farben gut?


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