Tokyo Designers Week 2013

Vor allem 3D-Printing dominierte die Tokyo Designers Week 2013.



In Japan immer ganz wichtig: Visitenkarten und das dazugehörige Etui – in 3D gedruckt von Tokyo Maker.

 

Vor allem 3D-Printing dominierte die Tokyo Designers Week 2013.

 

Gerade ging sie zu Ende, die japanische Tokyo Designers Week 2013. Vom 26. Oktober bis zum 4. November wurden in mehreren großen Ausstellungen (Tokyo Designers Week, Design Touch und Any Tokyo) und Satelliten-Events über die Stadt verteilt Neuerungen im Produktdesign als auch im Verbund mit technischen Entwicklungen gezeigt. So tauchte immer wieder das Thema 3D-Printing an den Ständen auf. Aktuelle 3D-Drucker-Modelle, wie etwa der Makerbot Replicator 2X, Scoovo oder der Cube, waren natürlich ausgestellt.

 

 

In 3D gedrucktes japanisches Teegeschirr, entstanden nach der Vorlage von Starkoch Nobu.

 

3D-Printing war auch der Ausgangspunkt bei Samsungs White Imagination, einer Launch-Kampagne für das Galaxy Note 3 mit 3D Projection Mapping: Jeder Besucher erhielt im Design Next Tent der Designers Week ein in 3D ausgedrucktes Modell des Galaxy Note 3. Legte er es auf verschiedene Vorrichtungen, wurden darauf jeweils unterschiedliche Animationen von mehreren japanischen Designern und Künstlern projiziert.

 

Eine der interaktiveren Anwendung auf der Messe gab es dafür im Container-Bereich der Designers Week: Graffy ist eine Installation von PPP, eine Agentur aus Tokio, die sich auf interaktive spielerische Anwendungen vor allem für Kinder spezialisiert hat. Kinder durften hier Strichmännchen farbig bemalen. Die wurden eingescannt und erwachten auf einer Leinwand mitsamt ihrer jeweiligen Muster als Animation zum Leben (siehe weiter unten).

 

 

White Imagination: 3D Projection Mapping zum Launch des Samsung Galaxy 3.

 

Beim Produktdesign gab es unter anderem hübsch anzusehendes Zubehör: So ist etwa die moku-moku-bag der japanischen Designfirma DonguriCo eine robuste, aus einem einzigen Holzblock behauene Holzschachtel mit Ledergriff. Gedacht ist sie für iPads oder Netbooks und erhältlich in zwei Größen.

 

moku-moku-bags für iPad und Netbook von DonguriCo.

 

Visualisierung aus Daten des Nike+ Fuelbands von Norimichi Hirakawa, gesehen auf der Any Tokyo.

 

Neben der Designers Week Hauptausstellung gab es eine weitere, kleinere, aber gut kuratierte Designausstellung: die Any Tokyo, ehemals Designtide. Im Fokus steht hier eine interdisziplinäre Herangehensweise an das Thema Design, gedacht als fließende Verbindung aus Produktdesign, Technik und Datenvisualisierung. Da gab es zum Beispiel eine Datenvisualisierung von Developer und Künstler Norimichi Hirakawa zu sehen, der anhand der neuen Version des Nike+ Fuelbands die Bewegungsdaten eines Users verarbeitete. Spannend auch immer noch eine künstlerische Auseinandersetzung mit 3D Druck: So entwickelte der Architekt Daniel Widrig früher Gebäude für Zaha Hadid. Heute gestaltet er unter anderem mit seiner in 3D-gedruckten Serie Kinesis amorphen Schmuck.

 

 

Kinesis von Daniel Widrig auf der Any Tokyo.

Durchaus im Einklang daneben gab es auch auf der Any Tokyo Produktdesign zu sehen, so von Max Gunawan: Lumio ist ein Projekt, das Anfang des Jahres über Kickstarter finanziert wurde. Von Außen scheint es ein hölzerner Bucheinband, der aufgeschlagen zur LED-Leseleuchte wird. 500 Lumen scheinen warm durch die recycelten Seiten, aufgeladen wird der Akku des »Buchs« per USB-Kabel.

 

 

Lumio Leuchte aus Buchcover und recyclten Seiten, von der Any Tokyo.

 

Der Container von PPP für Kinder mit dem »Graffy« Projekt.

 

Kinder durften ein Strichmännchen ausfüllen, hier ausgemalt von der Illustratorin Yuko Kanatani.

 

Die Männchen erwachen dann auf der Leinwand zum Leben.




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