Schwarze Kunst #3: Druckprofile

Überdrucken oder aussparen? RGB oder CMYK? Bei der Printproduktion gibt es einiges zu beachten. Litho-, Druck- und Color-Management-Experte Mario Drechsler beantwortet zehn wichtige Fragen. Lesen Sie hier Teil 3 der Serie.



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Ist das neue Druckprofil PSO Coated v3 besser als das alte ISO Coated v2? Welches sollte ich wann einsetzen?

Der neue Standard für Bilderdruck ist PSO Coated v3, er berücksichtigt neue techni­sche und praktische Erkenntnisse. ISO Coa­ted v2 basiert zum Beispiel noch auf einem sehr gelblichen Papierweiß. Die Auflagenpapiere, die heute im Bilderdruck verwendet werden, ebenso wie die Offsetpapiere im ungestrichenen Bereich enthalten aber überwiegend optische Aufheller und wirken daher kühler. Ein ISO-Coated-v2-Proof wird dadurch ein wenig gelblich anmu­ten. PSO Coated v3 hingegen berücksich­tigt die­sen Trend zu aufgehellten Papieren, sodass es prinzipiell schon sinnvoll ist, damit zu arbeiten (Download unter www.eci.org/de/downloads). Natürlich müssen dann auch alle Beteiligten die PSO-Coated-v3-Profile nut­zen. Arbeitet der Kreative mit ihnen, sollte er die Druckerei darüber informieren. Übrigens kann er von dieser ruhig fordern, auf den neuen Standard umzustellen. Auch wenn das mit größerem Aufwand und Kosten ver­bunden ist, da sie die internen Workflows und die Messtechnik entsprechend anpassen muss. Aber schließlich kommen neue Standards nicht wöchentlich, die letzte Än­derung war 2007.


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Über den Autor

Mario Drechsler übernimmt mit seiner Firma Highendmedia die technische Umsetzung von hochwertigen Printprodukten und berät Unternehmen, Verlage, Agenturen sowie Druckereien beim Color Management.


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