Google erneuert sein Betriebssystem: Android Lollipop kommt

Zahlreiche neue Funktionen, ein überarbeitetes Menü, eine neue Laufzeitumgebung und 5.000 neue APIs bringt das Android Update. Auffälligste Neuerung ist allerdings Googles neues »Material Design»



»Flat is beautiful», so lautet die Devise für Googles Material Design. Flache Icons, große einfarbige Flächen, neue Schriftarten, Animationen, Buttons und Fenster sowie mehr Whitespace bestimmen den neuen Lollipop-Look. Wo die Reise hinngeht, konnten Google-Nutzer in den vergangen Wochen schon ahnen, als viele Apps wie der Play Store, Gmail und Google Plus der neuen Designrichtlinie angepasst wurden.

Das neue Design soll auch die Bedienung vereinfachen. So präsentiert sich die Übersicht der geöffneten Apps jetzt als Kartenstapel auch alle Tabs aus Chrome. Eingehende Nachrichten sieht man künftig prominent auf dem Sperrbildschirm und navigiert per Doppelklick sofort zur entsprechenden Anwendung. Vom Sperrbildschirm aus kann man jetzt mit einer Wischbewegung von links nach rechts die Kontakte öffnen, führt man die Geste von von rechts nach links aus, startet die Kamerafunktion. Eingehende  Telefonanrufe blockieren zudem nicht mehr das gesamte Display, so dass man in seiner geöffneten App weiter arbeiten kann. Darüber hinaus bietet Android 5.0 die Möglichkeit, verschiedene Benutzerkonten auf allen Smartphones und Tablets einzurichten und auch einen  Gast-Modus wird es geben.

Mit rund 5.000 neuen Schnittstellen (APIs) will Google die Vorraussetzungen für ein einheitliches Erscheinungsbild und Bedienkonzept auf allen Geräten schaffen, auch jenseits von Smartphones und Tablets, beispielsweise für Android Auto, Android TV und Android Wear. Darüber hinaus sollen Anwendungen in Zukunft geräteübergreifend synchronisert werden. Und schließlich soll Android So soll Android mehr leisten, aber weniger Energie verbrauchen. Dafür sorgt unter Anderem die neue Laufzeitumgbung ART,  die die Akkuleistung verlängert. Außerdem hat Google neue Stromsparmechanismen integriert und gibt Entwicklern mit der »Job Scheduler API» die Möglichkeit, den Energieverbrauch ihrer Apps zu steuern.

In zwei Wochen sollen die ersten Geräte mit der neuen Version des Betriebssystems auf den Markt kommen, ausgelieferte Geräte sollen in den nächsten Monaten das Update erhalten.  Das SDK für Entwickler steht ab sofort zum Download bereit. So lassen sich vorhandene Apps jetzt schon überprüfen und bei Bedarf anpassen.




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