Ärger beim Upgrade: Pantone bessert App nach

Pantone Studio will Design-Profis mit vielen neuen Features überzeugen – und verärgert Bestandskunden mit kostenpflichtigem Upgrade



Pantone Studio 1 - Color_Designer

 Mit der Designagentur Rokkan aus Los Angeles hat Pantone die App Pantone Studio entwickelt, die im Vergleich zum Vorgänger myPantone mit vielen neuen Features aufwartet. Das Design-Tool ermöglicht den Nutzern beispielsweise, Farben aus der Umgebung aufzunehmen und mit der Pantone-Bibliothek abzugleichen. Das Prozedere funktioniert auch mit gespeicherten Bildern oder Fotos.

Die Bibliothek umfasst mehr als 10.000 Farbtöne aus allen Pantone-Bibliotheken, die wiederum, ganz wie im physischen Farbfächer, chromatisch angeordnet sind. Die User können selbst Paletten erstellen und speichern, indem sie Farben aus Farbfächern auswählen oder nach Farb-Codes suchen.

Außerdem kann man Tags und geografische Koordinaten ergänzen, oder Bilder hinzuzufügen, um beispielsweise persönliche Moodboards zu erstellen.Wer mag, kann mit Kombinationen von Farbpaletten ausgiebig  experimentieren – zu Versuchszwecken können Designer die Farben auch auf elastischen 3D-Papieren und -Stoffen visualisieren. Auch lassen sich Paletten aus der App direkt in die Adobe Creative Cloud weiterleiten.

Für jede Farbe werden die Farbdaten (sRGB-, Hex- und CMYK-Werte) und Farbharmonien (Komplementär-, monochromatische, analoge, geteilte Komplementär- und triadische Farben) sowie visuelle Querverweise dieser Farbe in Pantone-Bibliotheken, einschließlich Pantone Plus Series (Grafiken/Druckfarbe), Fashion, Home + Interiors (Baumwolltextilien und Pigment) und Pantone Plastics, angezeigt.

Pantone Studio ist ab sofort als Download für iOS über den App Store erhältlich. Neben einer eingeschränkten Gratis-Version gibt es eine kostenpflichtige Vollversion, die als Jahresabo mit monatlich 4,99 Euro, als flexibles Monatsabo mit 7,99 Euro zu Buche schlägt. Eine erweiterte iOS-Version für iPad sowie Versionen für Android-Smartphones, Windows- und Mac OS-Desktops werden folgen.

Update: Für Kritik sorgte allerdings die Upgrade-Politik vom Vorgänger myPantone zu Pantone Studio. Viele User empörten sich in Kommentaren im Appstore und auch auf unserem PAGE-Facebook-Kanal darüber, dass zuvor gekaufte Funktionen nur zur Verfügung stehen, wenn man sich für das kostenpflichtige Abo entscheidet. Wir haben Pantone daraufhin um eine Stellungnahme gebeten. Inzwischen hat das Unternehmen reagiert, in einem öffentlichen Brief an die User heißt es: »Wir bedauern es sehr, wenn es für euch Unannehmlichkeiten bereitet haben könnte. Um das wieder gerade zu rücken: Alle Farben, auf die ihr mit einem Kauf von myPantone vorher Zugriff hattet, werden kostenlos in PANTONE Studio wieder hergestellt. Das wird in unserem nächsten App-Update stattfinden und schnellstmöglich passieren – aller Voraussicht nach in den nächsten 72 Stunden.« Wir sind gespannt, wie das bei den Usern ankommt.

Mehr von Pantone hier: Farbe auf der Zunge zergehen lassen, Bunter reisen, Mix dir deinen Pantone-Smoothie!, Gerstenfarben: Pantone-Bier, Wohnen im Pantone Hotel





Ein Kommentar


  1. os

    ist das legal?


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