Dieses interaktive Kleidungsstück verwöhnt die Sinne

In Ihrem Lab entwickelte die Kölner Digitalagentur Denkwerk ein fast schon zärtliches Wearable.



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So richtig scheinen Wearables immer noch nicht im Markt angekommen zu sein – Smartwaches sind mehr oder weniger noch ein Nischenprodukt und auch Google Glass kommt nicht so richtig in die Gänge – prominente Beispiele zweier Global Player.

»Viele Wearables sind immer noch von den technologischen Möglichkeiten dominiert und nicht von der Frage, was Menschen tatsächlich gerne anziehen«, konstatiert Alina Schlaier, Kreativdirektorin der Kölner Digitalagentur denkwerk.

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Für Ihr eigenes Wearable-Projekt hat sich das denkwerk-Team daher vorgenommen, ein Produkt zu entwickeln, dass User gerne anlegen. Das Ergebnis des ambitionierten Vorhabens ist SKARV, ein Schal, mit dem man beispielsweise seiner oder seinem Liebsten sensorische Botschaften schicken kann. Der Schal verbindet auf diese Art Menschen, die sich emotional nah sind, aber räumlich weit voneinander entfernt.

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Und das funktioniert so: Im Schal sind 12 flache Vibrationsmotoren verwoben, die über eine App ferngesteuert werden können. »Über Dauer, Reihenfolge und Intensität der Vibratoion erzeugt der Schal eine unverwechselbare Sinneswahrnehmung«, erklärt Alina Schlaier die Wirkung. «Der gesamte Designprozess war geprägt von unserem Anliegen, Körper und Emotion mit Kommunikation und Technik zu kombinieren«

Im TextielLab in Tilburg (Holland) ließ denkwerk den Prototypen fertigen. Dort, wo auch Größen der Branche wie Adidas und Gucci ihre Innovationen testen lassen, unterzog man SKARV einer sogenannten Machbarkeitsprüfung.

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Der Schal wird aus nachhaltigem Garn 3-D gestrickt, der Akku lädt über Micro-USB, die Kommunikation läuft über Bluetooth und das Smartphone. Alina Schlaier ist happy mit dem Ergebnis: »Neben Stil und Funktionalität haben wir auf etwas gesetzt, das reinem Tech-Design oft fehlt: die emotionale Verbindung.«

»Mit unserem Produkt haben wir die emotionalen, kommunikativen und ästhetischen Möglichkeiten künftiger Technologien und Textilien zum Ausdruck gebracht«, freut sich Alina Schlaier. Wenn alle Modalitäten geregelt sind, kann das interaktive Accessoire demnächst sogar in Serie gehen. Und einen passenden Namen für das neue Modegenre hat das Team auch gleich erfunden: »Social Wearables«.




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